Nyon/Genf

Die Fußball-EM spült reichlich Geld in die Kassen der Top-Klubs

Nyon/Genf. 659 Fußball-Klubs erhalten nach dem EM-Jahr Kompensationszahlungen für die Abstellung von Spielern an die Nationalmannschaften. Das teilten die Europäische Fußball-Union (Uefa) und die European Club Association (ECA) mit. Allein 100 Millionen Euro werden dabei unter jenen Vereinen verteilt, die Profis bei der Endrunde in Frankreich vom 10. Juni bis zum 10. Juli gestellt haben. Weitere 50 Millionen Euro entfallen auf Klubs, deren Spieler für Partien in der vorangegangenen Qualifikationsphase nominiert worden waren. Wie viel Geld die deutschen Top-Klubs einstrichen, wurde nicht bekannt.

Den 150-Millionen-Euro-Deal hatte die ECA schon lange vor der EM mit der Uefa ausgehandelt. Bei dem Kontinentalturnier vor vier Jahren in Polen und der Ukraine hatten 575 Vereine insgesamt nur 100 Millionen Euro an Abstellgebühren kassiert. Bis zum Turnier 2020, das in 13 Städten und ebenso vielen Ländern stattfindet, wird die Summe sogar mindestens verdoppelt: 200 Millionen Euro oder acht Prozent der Gesamteinnahmen sind dann seitens der Uefa garantiert. Obendrein hatte die ECA mit dem Weltverband Fifa einen Deal ausgehandelt, der je 209 Millionen Dollar (fast 200 Millionen Euro) für Spielerabstellungen bei den WM-Turnieren 2018 und 2022 einbringt.