Berlin

Deutsche Piloten sind auf dem Wasser chancenlos

Uwe Brettschneider beklagt Mangel an Übungsmöglichkeiten

Berlin. Auf der Regattastrecke in Berlin-Grünau donnerten zwei Tage lang Motorrennboote mit teilweise über 110 km/h übers Wasser und begeisterten bei den Rennen um Punkte für die Formel-4-WM und die ADAC-Masters-Serie die rund 2000 Zuschauer.

In die Top 10 schaffte es der Wilmersdorfer Uwe Brettschneider (51) zwar nicht, „aber trotzdem hat die Lust ganz klar den Frust überwogen“, sagte der Vermögensberater. Erst 1999 hatte er durch einen Finanzkunden das Metier für sich entdeckt, im Jahr darauf die Fahrerlizenz erworben. Vorher hatte er zehn Jahre Fußball gespielt, mit Tennis Borussia war er in der Jugend sogar mal Berliner Meister. Dass die ersten drei, vier Jahre im Boot Lehrgeld verlangten, entmutigte ihn nicht. „Ich habe mir Oliver Kahns Motto zu eigen gemacht, und das lautet: Du musst immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.“ 13.000 Kilometer ist er mit Auto und Transporter im Vorjahr zu Rennen gefahren, im Helfer-Team stehen ihm vier, fünf Leute zur Seite – Ehefrau Daniela und Freunde.

Zweimal war er inzwischen national Meister, zweimal Vize. Gegen den Strich allerdings geht ihm, dass in Berlin „auf Grund der vielen Auflagen so gut wie kein Training möglich ist. Gegen die Ostblock- und die baltischen Staaten hast du so keine Chance“.