Rio de Janeiro

Mülders entfacht Leidenschaft bei den Hockey-Frauen

Rio de Janeiro. Jamilon Mülders sprach voller Stolz von einer „Renaissance“ des deutschen Frauenhockeys, Kapitän Janne Müller-Wieland attestierte ihrem Team eine „Weltklasseleistung“. Kein Wunder, dass Torjägerin Lisa Altenburg dem Halbfinalgegner Niederlande einen richtig schweren Gang androhte. „Die sollen gerne kommen. Wir hatten im Viertelfinale nichts zu verlieren und auch im Halbfinale können wir nur gewinnen“, sagte die Hamburgerin. Nach dem bärenstarken Auftritt beim 2:1 (2:0) gegen die USA haben die deutschen Frauen so richtig Lunte gerochen. „Das Team ist fit, leidenschaftlich und bricht unter Druck nicht ein. Jetzt fahren wir erst einmal runter, und dann geht es im Halbfinale überhaupt nicht um mitspielen oder ,mal gucken’ – wir greifen weiter voll an“, sagte Mülders, der vor seiner Mannschaft nach dem Sieg gegen die Amerikanerinnen eine emotionale Ansprache hielt. „Jedes Spiel, in dem wir müssen, sind wir gut! Ihr versteht endlich nach vier Jahren, wie gut ihr seid, dass ihr Qualität besitzt!“, schrie der 40-Jährige Mülders seine abgekämpften Spielerinnen an.

Gegen Oranje im Halbfinale braucht es am Mittwoch (17 Uhr) nun ein ähnliches Wunder wie beim Goldcoup in Athen 2004.