Sport

Auf den Spuren von Bud Spencer

Björn Jensen isst in Rio oft und gern schwarze Bohnen

Als Anhänger von Bud Spencer fand ich es immer schon cool, schwarze Bohnen zu essen. Zwar sind deren Auswirkungen auf die Verdauung eine Begleiterscheinung, die ich liebend gern gegen die Faustkampfkünste des kürzlich verstorbenen italienischen Haudraufs eintauschen würde, die ihren Ursprung, davon bin ich überzeugt, im regelmäßigen Verzehr der kleinen Hülsenfrüchte haben mussten. Aber in Brasilien fühle mich dennoch wie im Paradies.

Das liegt daran, dass die schwarzen Bohnen als wichtigster Bestandteil des Nationalgerichts Feijoada auf keinem Büffet fehlen dürfen. Sie sind für Brasilianer das, was dem Deutschen seine Kartoffeln sind. Doch wer jetzt angewidert an die Bohnen in Tomatensoße denkt, die auf britischen Frühstückstischen zum Inventar gehören (und mir übrigens auch gut schmecken), dem sei gesagt, dass die Feijoada im Vergleich damit ein Fest für die Geschmackssinne bietet.

Bei einer Feijoada completa werden Bohnen mit Trockenfleisch, Räucherwurst, Zunge, Schweineohren und -füßen, Nelken, Lorbeer, schwarzen Pfefferkörnern, Knoblauch und Zwiebeln gekocht und mit Reis, geröstetem Maniokmehl und Orangenscheiben serviert. Besonders die pikante Soße, in der die Bohnen schwimmen, macht sie auch in der Basisvariante nur mit Reis überaus schmackhaft.

Wer immer noch nicht überzeugt ist: schwarze Bohnen sind gesund. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Kohlenhydraten, Ballaststoffen und Eiweißen sättigen sie länger als viele andere Lebensmittel und sind dank ihres niedrigen glykämischen Werts auch in der Krebsprophylaxe hoch angesehen. Wer sie dennoch nicht mag, tut wenigstens anderen Gutes. Denn dann bleiben mehr für uns Bohnen-Liebhaber.