Rio de Janeiro

Nach Williams-Aus ist Kerber jetzt Favoritin auf Gold

Rio de Janeiro. Wegen des Regens in Rio muss Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin Angelique Kerber bei den Olympischen Spielen warten. Statt wie ursprünglich geplant am Mittwoch wird die Nummer zwei der Welt frühestens am Donnerstag ihre Viertelfinal-Partie bestreiten. Die Wimbledon-Finalistin spielt gegen die Britin Johanna Konta um den Einzug in das Halbfinale. Bei ihrem Australian-Open-Triumph hatte Kerber die Weltranglisten-13. in der Vorschlussrunde besiegt. 18 von 24 angesetzten Partien sagten die Veranstalter am späten Nachmittag brasilianischer Zeit ab. Das Match von Laura Siegemund gegen Monica Puig war dagegen vorerst weiter für Mittwoch vorgesehen (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe).

In Kerber und Siegemund hatten erstmals seit 1992 wieder zwei deutsche Tennis-Frauen die Runde der besten Acht bei Olympia erreicht. Kerber gilt nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus der Amerikanerin Serena Williams als Gold-Favoritin.

„Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich eines meiner großen Ziele nicht erreichen konnte“, sagte die topgesetzte Serena Williams nach dem 4:6, 3:6 im Achtelfinale gegen Petkovic-Bezwingerin Jelina Switolina (Ukraine/Nr. 15). Während die 22-malige Grand-Slam-Siegerin aus den USA von einer „vergebenen Chance“ sprach, konnte Switolina ihr Glück kaum fassen. „Das fühlt sich unwirklich an. Ich habe bis zum Ende nicht geglaubt, dass ich gewinne“, sagte die 21-Jährige.

Für die 34 Jahre alte Serena Williams platzte damit in Rio der Traum vom fünften Olympia-Gold seit 2000 in Sydney.