Salvador/Brasilia

Ginter rettet Deutschlands Fußballer

U23-Team startet mit 2:2 gegen Mexiko ins olympische Turnier

Salvador/Brasilia.  Das Olympia-Abenteuer hat für die deutschen Fußballer vielversprechend begonnen. Gegen Olympiasieger Mexiko erkämpfte sich das Team von DFB-Trainer Horst Hrubesch am Donnerstagabend ein 2:2 (0:0). Deutschland konnte in Salvador zwar nicht glänzen, doch der Punktegewinn gegen den stärksten Gruppengegner war alles andere als unverdient. Kapitän Oribe Peralta (52.) erzielte für die Mexikaner einen Tag vor der Eröffnungsfeier die Führung. Der eingewechselte Serge Gnabry (58.) sorgte dann erstmals für den Ausgleich, ehe Rodolfo Pizarro (61.) die Mexikaner erneut in Front brachte. Dortmunds Matthias Ginter (79.) bescherte dem Olympia-Team dann den Punktgewinn vor nur 8.000 Zuschauern. „Man sieht einfach, dass wir noch nicht eingespielt sind“, sagte Hrubesch.

Nach 28 Jahren der Abstinenz auf der olympischen Fußball-Bühne soll die Reise für die DFB-Equipe im Finale enden. 10.170 Tage nach dem Gewinn der Bronze-Medaille in Seoul schickte Hrubesch die erwartete Startformation um die Bender-Zwillinge Lars und Sven auf den Platz. Eine Ecke nach der Pause bescherte den Mexikanern die Führung durch ein Kopfball-Tor von Peralta. Danach veredelte Gnabry seinen guten Auftritt mit seinem ersten Olympiator nach einem Zauberpass von Niklas Süle. Doch die Hoffnung währte nicht lange, Pizarro staubte nach einem Lattenkopfball von Marco Bueno ab. Deutschland steckte trotz des Rückstandes aber nicht auf und wurde durch Ginter belohnt. Die DFB-Elf spielt nun am Sonntag gegen Südkorea, ehe es im letzten Gruppen-Auftritt am kommenden Mittwoch in Belo Horizonte gegen Fidschi geht.

Gastgeber Brasilien spielt nur 0:0 gegen Südafrika

Derweil haben Brasiliens Fußballer um Superstar Neymar einen Stotterstart ins olympische Turnier im eigenen Land hingelegt: In der Hauptstadt Brasilia kam der Topfavorit trotz 30-minütiger Überzahl in seinem Auftaktmatch der Gruppe A nicht über ein 0:0 gegen Außenseiter Südafrika hinaus.

Die Brasilianer mit dem Ex-Leverkusener Renato Augusto (Beijing Guoan) hatten im gut gefüllten, aber nicht ausverkauften Nationalstadion mehr vom Spiel, aber durchaus Probleme mit kecken Südafrikanern. Barca-Angreifer Neymar vergab bei zwei strammen Schüssen (28./40.) die besten Chancen für den Turnierfavoriten.