Sport

Molitor will sich nach Rio klagen

Der Streit um die Olympia-Nominierung der deutschen Speerwerferinnen könnte ein juristisches Nachspiel haben. Nach der Nichtberücksichtigung für die Spiele in Rio erwägt Weltmeisterin Katharina Molitor (32) rechtliche Schritte. „Ich werde mir juristischen Rat holen und schauen, ob ich gegen diese Entscheidung klagen kann“, sagte die Leverkusenerin der „Rheinischen Post“. Der Deutsche Olympische Sport­bund (DOSB) hatte bekanntgegeben, dass Christina Obergföll als dritte Speerwer-ferin neben Meisterin Christin Hussong und der EM-Zweiten Linda Stahl nach Rio reisen wird. Molitor sprach von „völligem Unverständnis“ über diese Entscheidung. „Ich frage mich, warum ich für die EM nominiert wurde, aber für Olympia nicht, obwohl sich seitdem nichts geändert hat.“

Insgesamt hat der DOSB 425 Sportlerinnen und Sportler nominiert. Vor vier Jahren waren 392 deutsche Athletinnen und Athleten bei den Sommerspielen in London vertreten und gewannen 44 Medaillen, 2008 in Peking waren es 439 (41 Medaillen).