Formel 1

Turbulente Quali: Unfall von Kwjat, Strafe für Rosberg

In Spielberg verunglückt Daniil Kwjat und werden gleich zwei Deutsche strafversetzt. Dafür kann sich Hülkenberg freuen – und Hamilton.

Schrecksekunde: Daniil Kwjat verunglückt mit seinem Toro Rosso

Schrecksekunde: Daniil Kwjat verunglückt mit seinem Toro Rosso

Foto: Expa/Johann Groder / dpa

Spielberg.  Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat in der Qualifikation zum Großen Preis von Österreich die Poleposition erobert. Der Mercedes-Pilot verwies in Spielberg seinen Teamkollegen Nico Rosberg auf Rang zwei. Dritter wurde Nico Hülkenberg im Force India vor Sebastian Vettel im Ferrari.

Der WM-Führende Rosberg wird in der Startaufstellung am Sonntag (14 Uhr, RTL und Sky) wegen eines Getriebewechsels nach seinem Crash im Training am Vormittag aber nach hinten versetzt. „Die fünf Plätze Strafe tun weh, das wird die Sache schwierig machen. Aber ich gehe das sportlich an“, sagte Rosberg.

Damit startet Hülkenberg neben dem Weltmeister sensationell zum zweiten Mal in seiner Karriere als Zweiter aus der ersten Startreihe. „Es war ein großartiger Tag. Ich habe mich wie bei meiner Pole 2010 in Brasilien gefühlt“, sagte der Force-India-Pilot.

Vettel startet nur als Neunter

Weniger zufrieden sein kann Sebastian Vettel. Weil an seinem Ferrari ebenfalls ein Getriebewechsel vorgenommen wurde, geht der Heppenheimer an seinem 29. Geburtstag von Platz neun anstatt von Rang vier ins Rennen.

„Es wäre mehr drin gewesen, wenn die Bedingungen konstant gewesen wären“, erklärte der viermalige Weltmeister: „Am Sonntag ist aber viel drin, das Auto fühlt sich gut an. Ich könnte mir trotzdem in den Po beißen, ich hätte ein größeres Risiko gehen können.“

Pascal Wehrlein wurde in der Qualifikation im Manor Zwölfter. „Ich kann super happy sein, wir haben das Maximale rausgeholt und einige hinter uns gelassen, die eigentlich schneller sein sollten als wir“, sagte der 21-Jährige.

Training für 15 Minuten unterbrochen

Großer Gewinner neben Hülkenberg war Hamilton. Von seiner 54. Poleposition aus hat der Brite im WM-Duell mit dem um 24 Punkte enteilten Rosberg exzellente Karten für seinen ersten Sieg in Österreich. „Es war ein Kampf Spitz auf Knopf. Am Ende war es nicht nur eine Frage des Tempos, sondern auch des Timings“, sagte Hamilton.

Für eine Schrecksekunde sorgte Daniil Kwjat mit einem spektakulären Abflug. Am Toro Rosso brach aufgrund großer Vibrationen auf den Randsteinen die Aufhängung. Das Training war für eine Viertelstunde unterbrochen.