Wimbledon

Lisicki zieht in dritte Runde ein

Die frühere Finalistin Sabine Lisicki hat in Wimbledon die dritte Runde erreicht. Sie setzte sich gegen Samantha Stosur durch.

Jubel bei Sabine Lisicki. Nach einer Durststrecke ist sie in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen

Jubel bei Sabine Lisicki. Nach einer Durststrecke ist sie in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen

Foto: Gerry Penny / dpa

Sabine Lisicki scheint in Wimbledon wieder zur alten Stärke zu finden und kämpft bei ihrem Lieblingsturnier um den Einzug ins Achtelfinale. Die um ihre Form ringende Berliner Tennisspielerin zeigte eine deutlich verbesserte Leistung und setzte sich gegen die Australierin Samantha Stosur etwas überraschend mit 6:4, 6:2 durch. Am anfangs regenfreien Donnerstag holte sich die Wimbledon-Finalistin von 2013 damit Vertrauen in ihr Können zurück und feierte erstmals seit fast vier Monaten zwei Siege nacheinander.

Die berühmtesten Rasen-Tennisplätze der Welt und Lisicki - das scheint einfach zusammen zu passen. „Wichtig ist es, die innere Ruhe wieder zu finden“, sagte Lisicki gelöst und mit einem Dauerlächeln. „Ich möchte hier so lange wie möglich drin bleiben und dafür tue ich alles.“

"Fühlt sie sich wahrscheinlich wie die Nummer eins“

Seit Monaten steckt die 26-Jährige in einer Formkrise, nun ist sogar die French-Open-Halbfinalistin Stosur nicht stark genug für sie. Lisicki liebt die altehrwürdige Anlage an der Church Road, das sagt gebetsmühlenartig immer wieder. „Ich bin mir sicher, wenn sie durch die Tore hier geht, fühlt sie sich wahrscheinlich wie die Nummer eins der Welt“, meinte Stosur schon vor dem Match.

Seit ihrem Erstrunden-Aus beim Debüt 2008 hat sie bei allen Wimbledon-Teilnahmen immer mindestens das Viertelfinale erreicht, nur im vergangenen Jahr war in der dritten Runde Schluss. Im Kampf um den Achtelfinal-Einzug steht sie nun der Kasachin Jaroslawa Schwedowa oder Jelina Switolina aus der Ukraine gegenüber.

Der früheren US-Open-Siegerin Stosur nahm Lisicki gleich im ersten Spiel den Aufschlag ab. Das reichte, um sich den ersten Satz zu sichern. Mit einem Ass erspielte sich die Wimbledon-Finalistin von 2013 den zweiten Satzball, bei dem sie von einem Return-Fehler profitierte.

Vor den Augen von Barbara Rittner

Niederlage an Niederlage hatte Lisicki in den vergangenen Monaten aneinandergereiht. Nach ihrer Pleite in der ersten Runde von Paris verordnete sie sich eine intensive Trainingsphase. „Wir haben viel an den Grundlagen gearbeitet, daran wieder den Rhythmus zu finden“, sagte Lisicki. „Ich freue mich, dass es Stück für Stück besser wird.“

Vor den Augen von Barbara Rittner verwandelte Lisicki nach nur 70 Minuten mit einem Ass ihren ersten Matchball. „Ein schönes Ass geht immer“, scherzte Lisicki. Nur neun unerzwungene Fehler hatte sie sich am Ende geleistet, halb so viele wie Stosur. „Heute gibt es wirklich nicht viel zu meckern.“

Ausgeschieden ist dagegen am deutschen Ladies Day in Wimbledon mit insgesamt sieben DTB-Damen Mona Barthel. Anna-Lena Friedsam zog dank des 6:4, 7:6 (7:1) gegen Ekaterina Alexandrowa aus Russland erstmals beim Grand-Slam-Turnier in London in die dritte Runde ein. Annika Beck kämpfte sich nach Abwehr dreier Matchbälle mit 3:6, 6:0, 12:10 gegen die Britin Heather Watson durch. Die 22-jährige Bonnerin musste nach dem vielen Regen an den vorherigen Tagen noch ihre Erstrunden-Aufgabe beenden. Beim Stande von 1:0 im dritten Satz aus Sicht der Deutschen war das Match an Mittwoch abgebrochen worden.