EM2016

Portugal folgt Polen und Wales ins Viertelfinale

Portugal quälte sich gegen Kroatien, ging am Ende aber doch als Sieger aus der Partie. Gute Nachrichten gibt es vom deutschen Team.

Die Portugiesen feiern ihren Sieg

Die Portugiesen feiern ihren Sieg

Foto: Rolex Dela Pena / dpa

Polen und Wales stehen erstmals im Viertelfinale bei einer Fußball-Europameisterschaft. In einem Elfmeterschießen gleich zum Auftakt der K.o.-Runde setzten sich die Polen am Samstag 5:4 gegen die Schweiz durch, danach gewann Wales dank eines Eigentors von Gareth McAuley in der 75. Minute 1:0 (0:0) gegen Nordirland. Während die Waliser um Gareth Bale am kommenden Freitag auf Belgien oder Ungarn treffen, treten die Polen am kommenden Donnerstag gegen Portugal an.

Das Team von Superstar Cristiano Ronaldo quälte sich zu einem 1:0 (0:0, 0:0)-Sieg nach Verlängerung gegen Kroatien. Zuvor hatten die Besucher im Stade Bollaert-Delelis von Lens eine äußerst langweilige Partie mit wenig Torszenen gesehen. Auch Superstar Ronaldo trat in seinem insgesamt 18. EM-Spiel, mit dem er seinen Rekord ausbaute, wenig in Erscheinung.

Grzegorz Krychowiak sorgte in Saint-Étienne im Elfmeterschießen für die Entscheidung für Polen, Granit Xhaka war mit seinem Fehlschuss neben das Tor der tragische Held. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Der Ex-Münchner Xherdan Shaqiri hatte mit einem spektakulären Seitfallzieher in der 82. Minute den verdienten Schweizer Ausgleich nach Polens Führung durch den langjährigen Dortmunder Jakub Blaszczykowski (39.) erzielt.

Boateng einsatzbereit

Einen Tag vor dem Achtelfinale von Weltmeister Deutschland gegen die Slowakei kündigte Bundestrainer Joachim Löw den Einsatz von Abwehrchef Jérôme Boateng am Sonntag (18.00 Uhr/ZDF) an. „Er hatte keine Probleme, er hat alles absolviert. Er wird morgen spielen“, sagte Löw der ARD-Sportschau. Der Verteidiger des FC Bayern München hatte sich im beim 1:0 im abschließenden Gruppenspiel gegen Nordirland eine Wadenverhärtung zugezogen.

Löw erklärte weiter, es könne noch die eine oder andere Veränderung geben. Ob Kapitän Bastian Schweinsteiger in Lille schon für die Startelf infrage kommt, ließ Löw offen. Dafür warnte er auf der abschließenden Pressekonferenz vor dem Kontrahenten: „Die Slowakei ist ein ganz anderer Gegner als Nordirland und um einiges stärker“, sagte Löw. Das 1:3 im EM-Testspiel sei ein Weckruf gewesen.

Gastgeber Frankreich will sich vor seinem ersten K.o.-Spiel gegen Irland am Sonntag (15.00 Uhr) in Lyon nicht durch die Vorgeschichte aus den WM-Playoffs für 2010 hemmen lassen. Damals waren die Franzosen nur durch ein Tor nach einem Handspiel von Thierry Henry weitergekommen. Auch die Erwartungen der eigenen Fans dürften seine Schützlinge nicht hemmen, erklärte Trainer Didier Deschamps am Samstag und betonte: „Nun beginnt ein zweiter Wettbewerb.“