Paris

Österreich jammert: „Wir haben es verbockt“

Paris. Bödvarsson! Traustason! Zu den vielen bitteren Enttäuschungen in der Geschichte des österreichischen Fußballs sind zwei neue Namen hinzugekommen, an die man sich in Österreich noch lange mit Schaudern erinnern wird. Mindestens das Achtelfinale, gern auch mehr: Mit solchen Erwartungen ist ein Team voller Bundesliga-Stars zu dieser Fußball-EM geschickt und damit wohl auch überfrachtet worden. Nach dem 1:2 gegen Island geht es nach der Vorrunde als Gruppenletzter nach Hause. „Wir haben’s verbockt“, sagte Stefan Ilsanker von RB Leipzig. „Da können wir nicht von Pech reden, damit müssen wir leben.“ Wie sich das anfühlt? „Beschissen!“ Trainer Marcel Koller sagte: „Wenn man drei Spiele hat und nur eine Halbzeit so spielt, wie man spielen kann, reicht das nicht. Vielleicht war die ­Erwartungshaltung zu hoch.“

Bleibt die Frage, warum ein talentiertes Team mit Spielern von Bayern München oder Leicester City schlechter spielt als Ungarn oder Island? Warum gerade der beste von ihnen (David Alaba) bei dieser EM außer Form war? Alaba (23) verweist auf den Faktor der mangelnden Erfahrung: „Unsere Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Das war nur ein Kapitel. Jetzt wollen wir gleich das nächste aufschlagen.“