Sport

Kuwait will eine Milliarde vom IOC

Der Streit zwischen dem IOC und Kuwait ist wenige Wochen vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro eskaliert. Das Scheichtum hat das Internationale Olympische Komitee wegen seiner Suspendierung in der Schweiz auf Schadenersatz in Höhe von einer Milliarde US-Dollar (rund 886.000 Millionen Euro) verklagt. Durch die Sperre darf Kuwait nicht in Rio (5. bis 21. August) starten. Scheich Salman al-Humoud Al-Sabah, Kuwaits Minister für Information und Jugend, erklärte, dass die Suspendierung „nicht zu rechtfertigen“ sei. „Es ist völlig unakzeptabel, dass Kuwait in dieser unfairen Art und Weise behandelt und vom internationalen Sport ohne Untersuchungen ausgeschlossen wird“, sagte Kuwaits Minister. Anfang Juni hatte IOC-Sprecher Mark Adams auf der Sitzung der IOC-Exekutive in Lausanne bestätigt, dass es trotz anhaltender Verhandlungen zwischen Kuwait und dem IOC keine Einigung gebe. Das IOC und der Fußball-Weltverband Fifa hatten Kuwaits NOK im vergangenen Oktober wegen der politischen Einflussnahme der Regierung suspendiert. Das Scheichtum hatte ein Ultimatum des IOC verstreichen lassen, ohne die umstrittenen Gesetze zu ändern. Seit 2007 wurde Kuwait schon dreimal vom IOC suspendiert.