Nizza

Ibrahimovic tritt als Unvollendeter von der Bühne ab

Nizza. Er geht als Unvollendeter: Zu schwer lasteten Druck und Alleinverantwortung bei der EM auf den Schultern des Zlatan Ibrahimovic (34). Drei Spiele, null Siege, kein Tor vom Ausnahmekönner aus Malmö. Der Solist schaffte es wieder nicht, ein Durchschnitts-Team in ein EM-Achtelfinale zu dirigieren. Wie schon 2008 und 2012 scheiterten die Schweden in der Gruppenphase. Nach vier EM-Teilnahmen und 62 Toren in 116 Länderspielen verlässt Ibrahimovic die Nationalmannschaft seines Landes. „Es wird keinen neuen Zlatan geben. Er ist speziell, einzigartig“, sagte Schwedens Auswahltrainer Erik Hamrén nach dem 0:1 gegen Belgien.

Nach einer starken Saison bei Paris Saint-Germain und sechs Wochen nach seiner Abschiedsankündigung („Ich kam als König und ging als Legende“) spielte Ibrahimovic eine schwache EM. „Es fühlt sich hart an, es fühlt sich enttäuschend an“, sagt Ibrahimovic um ein Uhr in der Früh, der Teambus wartet auf ihn. Das Jackett hat er abgelegt, mit weißem Hemd und blauer Krawatte beantwortet er in der Mixed-Zone geduldig Fragen auf schwedisch und englisch. „Ich bin glücklich, dass ich Schweden repräsentieren durfte“, sagt Ibrahimovic. „Ich behalte fantastische Erinnerungen. Es war eine großartige Geschichte.“