Berlin

Auch Russlands Gewichtheber vor dem Olympia-Aus

Berlin. Nach den Leichtathleten werden auch Russlands Gewichtheber aller Voraussicht nach nicht an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen. Das Exekutivkomitee des Weltverbandes IWF sprach Ein-Jahres-Sperren gegen Russland, Kasachstan und Weißrussland aus. Grund sind die Ergebnisse der Doping-Nachüberprüfungen zu den Olympischen Spielen von 2008 im Peking und London 2012. Nach Angaben der IWF wurden dabei drei oder mehr Gewichthebern aus den Ländern Vergehen nachgewiesen. Vor Inkrafttreten der Sanktion müssen die Disziplinarverfahren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) abgewartet werden.

„Herr des Verfahrens ist das IOC. Aber wir gehen davon aus, dass die Fälle bis Rio so weit abgeschlossen sind, dass die Bestimmung dann greift“, sagte Christian Baumgartner, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber (BVDG) und IWF-Exekutivmitglied. Darüber hinaus wurden sechs Nationen - einschließlich Russland, Kasachstan und Weißrussland - Quotenplätze für Rio wegen Dopings gestrichen. Das IOC hat mit verfeinerten Verfahren Proben der vergangenen Sommerspiele überprüft. Dabei war es zu 23 positiven Analysen von London sowie 32 von Peking gekommen. 20 der 55 positiven Dopingtests stammen aus dem Gewichtheben.