Chantilly

Wales sucht gegen England einen neuen Helden

Chantilly. An Selbstbewusstsein mangelt es den Walisern vor dem Bruderduell gegen England am Donnerstag (15 Uhr, ARD) nicht. Auf die Frage, wie viele englische Nationalspieler es in ihr Team schaffen würden, antworteten die Offensivspieler Gareth Bale und Aaron Ramsey prompt: „Keiner.“ Nein, nach dem Auftaktsieg gegen die Slowaken (2:1) sehen sich die „Drachen“ bestens gerüstet. Die Engländer gehen mit einer gehörigen Portion Ärger über das Remis gegen Russland (1:1) ins zweite Gruppenspiel. „Wir wissen, wie viel wir geben müssen und wie wichtig dieses Spiel für uns ist“, sagte Englands Mittelfeldspieler Adam Lallana.

In jedem Fall ist es kein EM-Spiel wie jedes andere. „Es wird ein unglaubliches Spiel, und es wäre etwas ganz Besonderes, sie zu schlagen“, sagte Ian Rush, walisische Fußball-Ikone und mit 28 Treffern immer noch Rekordtorschütze seines Landes. Der 54-Jährige hofft auf den Start einer Ära: „Es wäre nicht schön, nun wieder zehn Jahre oder mehr auf das nächste Turnier warten zu müssen.“ Und sollte Wales England schlagen, „wird der Schütze des Siegtores für den Rest seines Lebens ein Held sein“, ist sich Rush sicher.