Sport

Claudia Pechstein droht Schuldenberg

Nach Claudia Pechsteins Niederlage vor dem Bundesgerichtshof (BGH) kommen auf die Eisschnellläuferin riesige Kosten zu. Als Verliererin der Prozess-Serie muss die Berlinerin alle Anwalts- und Ver­fahrenskosten vor dem BGH, aber auch in den vorangegangenen Instanzen (Landgericht München und Oberlandes-gericht München) zahlen. Diese Kosten werden auf 300.000 Euro geschätzt. Allein der BGH-Anwalt der Gegenseite, des Eislauf-Weltverbandes Isu, kostet rund 70.000 Euro, das Verfahren knapp 90.000 Euro. Verbal bekommt die 44-jährige Bundespolizistin viel Unterstüt­-zung. So fordert die Polizeigewerkschaft den Deutschen Olympischen Sportbund auf, sich nach der Entschuldigung bei Pechstein für Fehlentscheidungen des Sports an finanziellen Folgen zu beteili-gen. DOSB-Athletensprecher Christian Schreiber sagte: „Es widerspricht dem Gerechtigkeitsgefühl, aufgrund von medizinisch widerlegten Indizien verurteilt worden zu sein, während in anderen Teilen der Welt positive Tests nicht geahndet oder gegen Bestechung beiseite geschafft werden.“ BM