„The Greatest"

Muhammad Ali - Größter Boxer der Historie ist tot

Er litt seit über 30 Jahren an Parkinson, nun ist der frühere Schwergewichts-Weltmeister Muhammad Ali im Alter von 74 Jahren gestorben.

Boxlegende Muhammad Ali hat die Fans auf der ganzen Welt fasziniert. Nun ist er verstorben.

Boxlegende Muhammad Ali hat die Fans auf der ganzen Welt fasziniert. Nun ist er verstorben.

Foto: ROBERT GALBRAITH / REUTERS

Der berühmteste Boxer der Sport-Geschichte, Muhammad Ali, hat seinen wichtigsten Kampf im Alter von 74 Jahren verloren. Ali starb am Freitag (Ortszeit) in einem Krankenhaus bei Phoenix, wie mehrere US-Medien, darunter der Sender NBC News, unter Berufung auf einen Sprecher der Familie berichteten. Auf der offiziellen Twitter-Seite und Website der als „The Greatest“ bekannten Sportikone wurden Fotos von Ali mit dem Zusatz „1942 - 2016“ veröffentlicht.

Der dreimalige Schwergewichtsweltmeister war am Donnerstag wegen Atemproblemen in das Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Sprecher sagte daraufhin, er werde von einem Ärzteteam betreut und befinde sich in guter Verfassung. Es sei mit einem kurzen Krankenhausaufenthalt zu rechnen.

Internationale Medien berichteten aber bereits zu diesem Zeitpunkt, dass sein Zustand ernster sei. Alis einstiger Rivale Sugar Ray Leonard schrieb auf Twitter: „Gebete und Segen für mein Idol, meinen Freund & ohne Frage, den Größten aller Zeiten.“

Der an Parkinson leidende Ali, dreifacher Weltmeister im Schwergewicht und Olympiasieger im Halbschwergewicht, hatte seine Karriere im Jahr 1981 beendet. In den vergangenen Jahren war er wegen gesundheitlicher Beschwerden mehrfach im Krankenhaus behandelt worden, darunter zweimal im Jahr 2014 und einmal im vergangenen Jahr.

Ende 2014 wurde zunächst eine leichte Lungenentzündung diagnostiziert, nach ein paar Tagen stellten die Medizinier jedoch eine schwere Harnwegsinfektion fest. Kurz nach seiner Entlassung hatte sich Ali zur Nachsorge erneut ins Krankenhaus begeben müssen. Nach einer Nacht war er wieder entlassen worden. Er litt seit langem an der Parkinson-Krankheit. Der Verdacht auf die Schüttellähmung war 1984 bestätigt worden.

1965 konvertierte er zum Islam

Ali gewann 1960 Olympisches Gold. Damals hieß er noch Cassius Clay. Erst fünf Jahre später, als er zum Islam übertrat, nahm er den Namen Muhammad Ali an.

Der begnadete Boxer wurde im Februar 1964 erstmals Schwergewichtsweltmeister. Er bezwang damals Sonny Liston und beschrieb seinen eleganten Boxstil mit den Worten: „Schweben wie ein Schmetterling, stechen wie eine Biene.“ Weitere zweimal krönte sich Ali danach zum Champion.

Er lieferte dabei in seiner Karriere unvergessliche Kämpfe wie den „Rumble in the Jungle“ oder den „Thrilla in Manila“. Trotz seiner Rücktrittsankündigung im Juni 1979 zog es Ali noch einmal in den Ring. Er hörte nicht auf die Warnungen von Ärzten und trat im Oktober 1980 gegen Larry Holmes an. Ali verlor nach Kampfabbruch. Seinen 61. und letzten Profi-Kampf (56 Siege) bestritt er ein gutes Jahr später. Wieder verlor Ali, Gegner am 11. Dezember 1981 in Nassau war damals Trevor Berbick.

Der am 17. Januar 1942 in Louisville als Sohn eines Plakatmalers geborene Ali machte aber auch weltweit Schlagzeilen durch seine Verweigerung des Militärdienstes während des Vietnam-Kriegs, für die er auch eine Sperre von drei Jahren in Kauf nahm.

Ali war Zeit seines Lebens eine Ikone. Als er 1996 schon gezeichnet von seiner Krankheit das Olympische Feuer entzündete, sorgten die Bilder weltweit für Ergriffenheit. In der Öffentlichkeit zeigte sich Ali in den vergangenen Jahren immer seltener.