Radsport

Schon wieder schwerer Unfall: Motorräder rasen in Fahrerfeld

Bei der Belgien-Rundfahrt sind zwei Begleitmotorräder ins Fahrerfeld gekracht. 19 Radsportler sind betroffen, einer schwer verletzt.

Foto: Arne Dedert / dpa

Mont Rigi.  Die dritte Etappe der Belgien-Rundfahrt ist wegen eines schweren Unfalls abgebrochen worden. Laut Nachrichtenagentur Belga sind zwei Begleitmotorräder nach 65 Kilometern am Mont Rigi aus bislang ungeklärter Ursache von ihrem Weg abgekommen und ins fahrende Feld gekracht. 19 Fahrer waren in den Unfall verwickelt.

„Schon wieder ein schlimmer Unfall mit Motorrädern“, schrieb der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, der mit im Feld war, bei Twitter.

„Was wir jetzt brauchen, ist ein runder Tisch mit dem Weltverband UCI, den Organisatoren der Rennen und den Fahrern. Wir müssen Veränderungen forcieren und einen einheitlichen Sicherheitsstandard bei jedem Rennen festlegen.“

Ein Belgier erlitt schwere Kopfverletzungen

Den Belgier Stig Broeckx erwischte es wohl am schlimmsten. Der 26 Jahre alte Teamkollege von André Greipel erlitt offenbar schwere Kopfverletzungen.

Notärzte behandelten Broeckx auf der Straße minutenlang. Der Profi des Teams Lotto-Soudal war schon zu Beginn der Saison beim Rennen Kuurne-Brüssel-Kuurne von einem Motorrad umgefahren worden.

Der Belgier Pieter Jacobs soll sich den Unterarm gebrochen haben, sein Landsmann Jaap de Man mehrere Rippen. Vor der Schlussetappe am Sonntag führt der Belgier Dries Devenyns die Gesamtwertung an.

Im März war beim Rennen Gent-Wevelgem der gestürzte Sprinter Antoine Demoitié nach Zusammenprall mit einem Begleitkrad verstorben