Hamburg –

ARD/ZDF weiten Sendezeit aus beim Olympia-Abschied

Hamburg. Trotz Sparkurs bei den Öffentlich-Rechtlichen stocken ARD und ZDF ihr Sendevolumen von den Olympischen Spielen in Rio (ab 5. August) im Vergleich zu 2012 um 30 Prozent auf. Die Sender werden bis 21. August im täglichen Wechsel insgesamt 340 Stunden live im Fernsehen berichten (2012: 260). Hinzu kommen rund 1000 Stunden Livestreams im Internet. „Rio bedeutet für uns Samba rund um die Uhr“, sagte ZDF-Chefredakteur Peter Frey und bezeichnete die ersten Spiele in Südamerika als „besondere Herausforderung“. ARD und ZDF „wollen noch einmal zeigen, was öffentlich-rechtliche Qualität bedeutet“. Technisch wird kooperiert, 480 Mitarbeiter sind vor Ort (wie 2012), die Produktionskosten liegen über den 20 Millionen Euro von London.

Von 2018 bis 2024 gehören sämtliche Übertragungsrechte dann de, US-Unternehmen Discovery (dazu gehört auch Eurosport), das dafür beim IOC 1,3 Milliarden Euro bezahlte. Wochenlange Verhandlungen mit ARD/ZDF kamen bisher zu keinem Ergebnis. „Wir sind in Gesprächen, was die Sublizenzen angeht“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres, Sportereignisse wie Olympia seien „Kitt der Gesellschaft. Da steht ein großer Wert auf dem Spiel“.