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Kritik an Sicherheitskonzept für DFB-Pokalfinale

BVB-Fans hatten im Olympiastadion Pyrotechnik gezündet - trotz strenger Kontrollen. Am Tag danach gab es Kritik.

Kurz vor Anpfiff der 2. Halbzeit zündeten BVB-Fans im Berliner Olympiastadion beim DFB-Pokalfinale Pyrotechnik

Kurz vor Anpfiff der 2. Halbzeit zündeten BVB-Fans im Berliner Olympiastadion beim DFB-Pokalfinale Pyrotechnik

Foto: Laci Perenyi / picture alliance / Laci Perenyi

Der Zwischenfall beim DFB-Pokalfinale, als Fans von Borussia Dortmund im Olympiastadion Pyrotechnik zündeten, hat am Sonntag Kritik am Sicherheitskonzept ausgelöst.

Dem "Tagesspiegel" sagte der Sprecher der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Hakan Tas: "Man fragt sich schon gerade in diesen Zeiten, wie so viel Pyrotechnik ins Stadion gelangen konnte." Man wisse ja auch nie, "was die da gerade anzünden, und das waren schon mehrere Feuer und übrigens auch ziemlich laute Böller".


Laut dem Bericht seien rund 20 Dortmund-Fans gegen 17.10 Uhr auf die Sicherheitskräfte am Südtor des Olympiastadions eingestürmt. Die Polizei sei zwar sofort da gewesen, es sei aber unklar, ob auch alle Beteiligten, die ohne Kontrolle ins Stadion gelangten, ermittelt werden konnten, so ein Polizeisprecher demnach.

Das Sicherheitsunternehmen war offenbar für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Für den SPD-Abgeordneten Tom Schreiber ist das "Sicherheitskonzept der Berliner Behörden für dieses DFB-Pokalfinale gescheitert", wird er zitiert. Schreiber weiter: „Ich wage im übrigen gar nicht, mir auszumalen, wenn das nicht ein paar Chaoten, sondern Terroristen gewesen wären, was in diesen Zeiten ja nicht völlig abwegig ist.“

Laut Polizei wurden insgesamt im Zusammenhang mit dem Pokalfinale 70 Strafanzeigen gestellt, es habe 57 Festnahmen gegeben. Angesichts Zehntausender Fans seien diese Zahlen jedoch gering, hieß es.