Berlin –

Füchse-Sieg gegen Löwen sorgt für neue Spannung

Berlin.  Die Füchse Berlin haben den Titelkampf in der Handball-Bundesliga noch einmal spannend gemacht. Die Gastgeber bezwangen am Sonntag überraschend Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen mit 24:20 (11:7). Die Mannheimer liegen im Kampf um ihre erste deutsche Meisterschaft damit nur noch zwei Punkte vor Titelverteidiger THW Kiel, der zudem ein Spiel weniger bestritten hat. Die Berliner indes können dank des Sieges den für das internationale Geschehen der kommenden Saison nötigen Platz vier noch einmal angreifen.

Knackpunkt der Partie vor 8483 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle war die 12. Minute, als die Schiedsrichter den Berliner Abwehrchef Jakov Gojun mit einer Roten Karte von Feld schickten. Das allerdings gab dem Außenseiter Auftrieb, die Gäste kamen an der flexiblen Abwehr und einem erstklassig aufgelegten Torwart Silvio Heinevetter einfach nicht vorbei. Erfolgreichste Werfer waren für Berlin Petar Nenadic und Fabian Wiede (je 6), für die Löwen Uwe Gensheimer (6).

„Das war ein gebrauchter Tag für uns“, sagte Löwen-Regisseur Andy Schmid nach dem Spiel bei Sport1. Den Traum vom Titel gibt der Schweizer aber nicht auf: „Wir müssen jetzt noch enger zusammen rücken. Und das werden wir tun.“

Die drittplatzierte SG Flensburg-Handewitt gewann nach dem Aus in der Champions League und dem verlorenen Pokalfinale ihr Heimspiel gegen Frisch Auf Göppingen mit 32:25 (16:10). „Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es für die Spieler ist, wieder in die Halle einzulaufen, wenn so eine Woche wie die letzte hinter ihnen liegt“, sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes: „Ich kann deshalb meine Mannschaft nur loben.“ Göppingens Coach Magnus Andersson sah bei seinem Team viele Fehler, die es bis zum Finalturnier um den EHF-Pokal am kommenden Wochenende in Frankreich abzustellen gilt: „Wir hatten viele Probleme in Abwehr und Angriff.“