Berlin –

Alba sucht in der Ruhe Kienbaums nach Play-off-Geist

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Theo Breiding

Gegner Frankfurt ist nach dem Europacup-Sieg in Topform

Berlin.  Wenn eine Mannschaft mit breiter Brust in das Play-off der Basketball-Bundesliga (BBL) geht, dann die Frankfurt Skyliners. Das Team des ehemaligen Alba-Trainers Gordon Herbert gewann am Sonntag erstmals in der Vereinsgeschichte einen europäischen Pokal. „Das gibt uns natürlich einen großen Schub“, glaubt und hofft Frankfurts Geschäftsführer Gunnar Wöbke mit Blick auf das Viertelfinale gegen Alba. Sein Team marschierte durch den drittklassigen Europe Cup mit einer Bilanz von 18:1 Siegen. Verständlich, dass sein Spielmacher Jordan Theodore droht: „Jetzt drehen wir erst richtig auf.“

Dass die Frankfurter, die auch in der BBL die letzten neun Spiele gewannen, vor gut einer Woche auch mit 80:64 in Berlin, Alba ab dem kommenden Sonnabend in der „Best-of-five“-Serie vor große Probleme stellen wird, ist sicher. Wenn Albas Coach Sasa Obradovic von einem „sehr respektablen Gegner“ spricht, ist das zumindest nicht übertrieben. Im Halbfinale sind die Skyliners, wenn es nach Marco Baldi, aber noch lange nicht. „Die Saison fängt jetzt erst an“, sagt Albas Geschäftsführer, der mit seinem Klub in 26 Jahren noch nie das Play-off verpasst hat. Sicherlich habe sein Team „aus einem Mangel an Kontiunität heraus keine spielerische Sicherheit aufbauen können.“ Aber das zähle jetzt nicht mehr, alles stünde „bei Null“.

Für den Neustart wird sich Alba für ein paar Tage „ausklinken“ (Baldi) und für ein dreitägiges Mini-Trainingslager in den Bundesleistungsstützpunkt nach Kienbaum ziehen. Viele Gespräche und die Nähe zueinander sollen dafür sorgen, dass das Team gleich am Sonnabend auf dem Parkett der Höchster Fraport-Arena ein mannschaftlich geschlosseneres Spiel zeigt, das zuletzt, auch gegen Frankfurt oder beim Zittersieg nach Verlängerung gegen Gießen, unter Druck zu oft verloren ging.

Auf der Habenseite hat Alba auf jeden Fall, dass Brandon Ashley, der erst Anfang März nach Berlin kam, voll integriert zu sein scheint. Gegen Gießen machte er 15 Punkte und holte zwölf Rebounds. Spielt er in der Serie gegen Frankfurt ähnlich stark auf, wäre das das dringend benötigte Gegengewicht zu den beiden deutschen Centern der Skyliners Danilo Barthel und Johannes Voigtmann, die bislang eine überragende Saison spielen.

Beide waren auch am 20. Februar im Pokalhalbfinale dabei, Ashley noch nicht. Bekanntermaßen gewann Alba und holte auch den Cup. Gut möglich, dass sich Albas Team in der Abgeschiedenheit Kienbaums per Video noch mal an diesen Erfolg erinnert.