Dressur

Olympia-Aus für die Top-Pferde von Isabell Werth

Bitterer Rückschlag für Isabell Werth: Die deutsche Olympia-Hoffnung in der Dressur muss gleich auf zwei Top-Pferde verzichten.

Isabell Werth muss auf ihr Top-Pferd Don Johnson verzichten

Isabell Werth muss auf ihr Top-Pferd Don Johnson verzichten

Foto: Christoph Schmidt / dpa

Rheinberg.  Schwerer Schlag für Isabell Werth: Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt kann ihre beiden besten Pferde nicht bei den Olympischen Spielen reiten und reagierte entsprechend getroffen.

Die 46-Jährige teilte am Dienstag mit, „dass vorläufig weder Bella Rose noch Don Johnson in den Turniersport zurückkehren können“. Das bedeutet für die Pferde das Aus für Rio. „Für mich ist das eine riesige Enttäuschung“, sagte die fünfmalige Olympiasiegerin aus Rheinberg.

„Dass ihr das zusetzt, kann man verstehen“, kommentierte Equipe-Chef Klaus Roeser den Schock. „Das tut mir auch menschlich sehr leid.“ Nicht nur die Reiterin habe bei Olympia „große Dinge erwartet“. Werth sagte: „Die Enttäuschung ist groß und trifft mich sehr.“

Jetzt will sie mit zwei anderen Pferden die Qualifiaktion schaffen

Don Johnson, der nach einer Verletzung „noch etwa drei bis vier Monate Zeit“ benötigt, war zuletzt Werths erfolgreichstes Pferd. Besonders große Hoffnungen setzte die erfahrene Reiterin aber in Bella Rose, mit der sie vor zwei Jahren bei der Weltmeisterschaft in Caen zum Mannschaftssieg geritten war und mit dem siebten WM-Gold einen Rekord aufgestellt hatte.

Die lange verletzte Stute „hat noch nicht wieder die notwendige Stabilität und Konstanz erreicht, die für den Turniersport notwendig sind“, erklärte Werth, die nun versuchen will, sich mit Emilio oder Weihegold für Rio zu qualifizieren.

Das deutsche Dressur-Team soll nach dem zweiten Platz von London in Rio wieder Gold gewinnen. Zuvor hatten deutsche Teams seit 1976 bei jedem Olympia-Start Gold gewonnen - viermal gehörte Werth zur siegreichen Equipe.