Jerez –

Valentino Rossi fährt in Spanien zu seinem 113. Grand-Prix-Sieg

Jerez. Valentino Rossi hat in Jerez seinen 113. Sieg bei einem Motorrad-Weltmeisterschaftslauf eingefahren. Der italienische Superstar setzte sich im MotoGP-Rennen beim Großen Preis von Spanien in einem Start-Ziel-Erfolg klar vor seinem Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo durch. Dritter wurde dessen spanischer Landsmann Marc Marquez auf Honda. Der zweimalige MotoGP-Weltmeister verteidigte damit seine Führung im Gesamtklassement. Zwei WM-Punkte erkämpfte sich Stefan Bradl. Der Pilot aus dem bayerischen Zahling landete auf seiner Aprilia auf Rang 14.

Es gab ein noch wesentlich besseres Ergebnis aus deutscher Sicht, und zwar in der Moto2. Jonas Folger zeigte nur kurz die Siegerfaust, dann schnaufte er kräftig durch. Für den zweiten Podestplatz in einem WM-Lauf in dieser Saison musste er alles geben. Platz zwei hinter dem Briten Sam Lowes war der Lohn für die Mühen. „Es war sehr wichtig, heute die Punkte mitzunehmen. Auch wenn es für den Sieg diesmal nicht gereicht hat“, meinte Folger erschöpft.

Von Platz zwei war er gestartet und hatte anderthalb Runden lang das Feld angeführt. Dann kostete ihn ein Bremsfehler die Spitzenposition. Doch Folger ging lange Zeit mit dem Gesamtführenden mit. „Ich wollte so lange wie möglich an ihm dranbleiben. Aber überholen war unmöglich, er war einfach schneller“, analysierte der Bayer. „Ein bis zwei Zehntel pro Runde haben wir das ganze Wochenende auf Lowes verloren. Wir haben zwar alles versucht, aber das hat sich auch im Rennen fortgesetzt“, bemerkte Teamchef Jürgen Lingg. Die Hoffnung, der Brite würde einen Fehler machen, erfüllte sich nicht.

Nicht wie erhofft lief es für die anderen Deutschen. Folgers Teamkollege Sandro Cortese, von Platz drei aus ins Rennen gegangen, stürzte in Runde fünf. Er wollte die Lücke zu den Führenden nicht zu groß werden lassen - und flog im Übereifer des Gefechts ab. „Irgendwann muss doch auch das Glück zu ihm kommen“, meinte Lingg kopfschüttelnd. Sogar gleich zweimal stürzte Marcel Schrötter. Auch er war bis auf Platz fünf nach vorn gefahren. „Es sollte nicht sein“, meinte er schwer enttäuscht.

In der Moto3-Klasse hatte sich Philipp Öttl zwischenzeitlich schon bis auf Platz vier vorgekämpft. Doch er konnte in der Schlussphase das Tempo nicht mitgehen, leistete sich kleine Fehler und wurde schließlich bis auf Rang zehn durchgereicht. Den Sieg erkämpfte sich in einer beeindruckenden Fahrt der Südafrikaner Brad Binder, der vom letzten Startplatz losgefahren war.