Boxen

Weltmeister Felix Sturm positiv auf Doping getestet

Die deutsche Box-Szene steht vor einem Skandal: Felix Sturm wurde nach dem WM-Sieg positiv getestet. Der Boxer fühlt sich unschuldig.

Felix Sturm holte sich am 20. Februar in Oberhausen den Weltmeistertitel im Supermittelgewicht  nach WBA-Version. Bei dem Kampf soll er gedopt gewesen sein

Felix Sturm holte sich am 20. Februar in Oberhausen den Weltmeistertitel im Supermittelgewicht nach WBA-Version. Bei dem Kampf soll er gedopt gewesen sein

Foto: Franz Waelischmiller/SVEN SIMON / picture alliance / Sven Simon

Berlin.  Dem deutschen Profibox-Sport droht ein spektakulärer Dopingskandal: WBA-Weltmeister Felix Sturm ist nach seinem Sieg in der WM-Revanche gegen den zuvor unbesiegten Russen Fjodor Tschudinow in der A-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydro-XY-Stanozolol getestet worden. Eine entsprechende Meldung des Kölner „Express“ bestätigte Sturm am Sonnabendabend.

„Ich habe ein absolut reines Gewissen“

Sturm hatte am Freitagabend durch eine Mail seitens der World Boxing Association (WBA) vom positiven Befund erfahren. „Das ist alles sehr komisch. Der Bund Deutscher Berufsboxer als Ausrichter des Kampfabends ist überhaupt nicht informiert worden, nur ich und mein Fitnesstrainer“, sagte Sturm. „Ich bin sicher hundertmal getestet worden, mit Blut und Urin. Nie hat es was gegeben. Ich habe ein absolut reines Gewissen. Ich werde jetzt einen Anwalt nehmen."

Der 37 Jahre alte Supermittelgewichtler aus Leverkusen hatte am 20. Februar in Oberhausen durch einen Punktsieg gegen Tschudinow den Gürtel der WBA zurückerobert. Er wurde mit diesem Triumph als erster Deutscher zum fünften Mal Weltmeister.