Golf

Bernhard Langer glänzt beim Masters und will zu Olympia

Der 58-Jährige überrascht alle und lässt sogar Titelverteidiger Jordan Spieth staunen. Nur eines wurmt den Augsburger gewaltig.

Beim US Masters genießt Bernhard Langer als früherer Champion lebenslanges Startrecht

Beim US Masters genießt Bernhard Langer als früherer Champion lebenslanges Startrecht

Foto: Michael Madrid / USA Today Sports

Augusta.  Die Zuschauer erhoben sich ehrfürchtig, die Kollegen schüttelten ungläubig den Kopf - nur Bernhard Langer blieb nach seinem starkem Auftritt beim US Masters ganz cool. „Ein großer Wissensschatz“, verhalf dem 58-jährigen Augsburger zum Topergebnis in der Kathedrale des Golfs: „Ich habe hier fast 200 Runden gespielt. Ich muss den Platz verdammt gut kennen.“

Dank herausragender dritter Runde (70 Schläge) katapultierte sich auf Platz drei, vorm Finale (nach Redaktionsschluss) lag Langer noch zwei Schläge hinter Titelverteidiger und Spitzenreiter Jordan Spieth (22/USA).

„Er ist eine wirkliche Gefahr“

„Ich habe unter Beweis gestellt, dass ich bei vielen Turnieren mithalten kann, wenn ich mein bestes Golf spiele“, sagte Langer, der Masters-Sieger von 1985 und 1993.

„Das ist schon wirklich beeindruckend, was Bernhard dort draußen macht“, sagte der Weltranglistenerste Jason Day, der am Sonnabend gemeinsam mit Langer den anspruchsvollen Kurs absolviert hatte und dessen überragendes Kurzspiel bewundern hautnah konnte. Und sogar Spieth ergänzte: „Es ist wirklich unglaublich. Er ist eine wirkliche Gefahr.“

Hoffnung auf Tokio

Beim US Masters genießt Bernhard Langer als früherer Champion lebenslanges Startrecht. Dass er bei den Olympischen Spielen in Rio nicht starten darf, wo Golf nach 112 Jahren Pause wieder auf dem Programm steht, wurmt den Routinier aber gewaltig: „Ich würde furchtbar gerne dabei sein, aber es geht nicht“.

Schuld daran sind die Qualifikationskriterien, nur die Top 60 der Weltrangliste dürfen dabei sein. Das schafft Langer, der inzwischen nur noch auf der US-Senioren-Tour spielt und so auf Rang 1080 abfiel, nicht mehr. „Der Modus kann sicher in der Zukunft noch geändert werden, vielleicht lernen sie ja draus“, so Langer. In Tokio 2020 ist er ja dann auch erst 62 Jahre alt.