Berlin –

Wettbetrügern im Sport drohen nun bis fünf Jahre Haft

Berlin. Bis zu fünf Jahre Gefängnis drohen Sportlern, Trainern, Schiedsrichtern und Funktionären bei Spielmanipulation und Wettbetrug. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Bundeskabinett verabschiedet. „Mit dem Gesetzentwurf zeigen wir Betrug und Manipulation im Sport die Rote Karte“, sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Neben Gefängnisstrafen zwischen drei und fünf Jahren sind Geldbußen vorgesehen. Weltweit werden nach Schätzungen rund 700 Milliarden Euro in Sportwetten investiert.

„Die bisherige Rechtslage hat Spiel- und Wettmanipulationen unzureichend erfasst. Das werden wir jetzt ändern“, sagte Thomas de Maizière (CDU). Sport helfe Menschen, Werte wie Selbstdisziplin, Ehrgeiz und Fairness zu entwickeln und sei daher für die Gesellschaft von großer Bedeutung, ergänzte der Bundesinnenminister. Das Anti-Doping-Gesetz habe gezeigt, „dass mit den Mitteln des Strafrechts erfolgreich gegen Betrug im Sport vorgegangen werden kann“, erklärte Rainer Koch, Interimspräsident des Deutschen Fußball-Bundes. „Nur so kann auch der Kampf gegen die weltweite Bedrohung durch die Wettmafia erfolgreich gestaltet werden.“