Biathlon

Ole-Einar Björndalen wird Vater und setzt Karriere fort

Die weißrussische Biathletin Darja Domratschewa erwartet ein Kind vom Norweger. Der hat noch ein großes Ziel vor Augen.

Foto: Sergei Ilnitsky / dpa

Oslo.  Ole Einar Björndalen bekam das breite Grinsen gar nicht mehr aus seinem Gesicht. Erst kündigte der 42-Jährige die Fortsetzung seiner Biathlon-Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2018 an, dann sprach er offen wie nie über sein Privatleben.

Der Rekordweltmeister erwartet gemeinsam mit Dreifach-Olympiasiegerin Darja Domratschewa im Oktober das erste gemeinsame Kind – trotzdem will der norwegische Volksheld weiter Medaillen sammeln.

„Ich fühle mich wie ein 20-Jähriger. Ich glaube, dass ich weiter an der Spitze dabei sein kann, und freue mich schon jetzt auf die neue Saison. Ich bin immer noch voll motiviert“, sagte Björndalen, „ich denke, dass ich in meinem Sport noch etwas erreichen kann.“

Beziehung ein offenes Geheimnis

In den vergangenen Wochen war immer wieder über das Karriereende des achtmaligen Olympiasiegers spekuliert worden. Die WM in Oslo sollte ursprünglich das Ende seiner Laufbahn sein, schon nach den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi wurde darüber gemutmaßt.

Doch sportlich lief es einfach viel zu gut, ein Rücktritt zum Saisonende kam nicht in Frage. Pyeongchang wären seine siebten Olympischen Spiele.

Die Beziehung Björndalens mit der 13 Jahre jüngeren Weißrussin Domratschewa ist in der Szene ein offenes Geheimnis. Anfragen dazu blockten beide jedoch äußerst energisch ab - bis jetzt.

Rückzug aus der IOC-Athletenkommission

„Wir werden Eltern und freuen uns sehr darauf. Es wird sicher spannend, Vater zu sein. Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung“, sagte Björndalen. Lange Zeit seien beide nur sehr gut Freunde gewesen, betonte Björndalen: „In letzter Zeit hat es sich aber weiterentwickelt, und wir sind jetzt ein Paar.“

Am Dienstag zog sich Björndalen dann noch aus der Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zurück. Durch die Fortsetzung seiner Karriere habe er nicht wie gewünscht Zeit für dieses Amt, sagte Björndalen. Und grinste.