Basketball

Michael Jordan trauert nach Finalpleite seines Uni-Teams

Vor gut 74.000 Zuschauern verloren die North Carolina Tar Heels des Superstars gegen die Villanova Wildcats. Das Ende war dramatisch.

Michael Jordan war der Star unter den gut 74.000 Zuschauern

Michael Jordan war der Star unter den gut 74.000 Zuschauern

Foto: Robert Deutsch / USA Today Sports

Houston.  Er hatte mitgefiebert und mitgehofft, doch am Ende musste Michael Jordan (53) mitleiden. „Ich hab’s gewusst“, sagte der wohl beste Basketballer der Geschichte zu seinem Sitznachbarn, nachdem seine North Carolina Tar Heels das College-Finale gegen die Villanova Wildcats in letzter Sekunde verloren hatten.

Sogar ein paar Tränen verdrückte der frühere Superstar der Chicago Bulls auf der Tribüne. Beim Kurznachrichtendienst Twitter wurde unter dem Hashtag #jordancry (das Jordan-Weinen) eifrig über „His Airness“ gespottet.

Entscheidender Dreier kurz vor Schluss

1982 hatte Jordan die Tar Heels im NCAA-Finale kurz vor Spielende zum Meistertitel geworfen, diesmal aber hatte North Carolinas Kontrahent das letzte Wort. Das Team aus Chapel Hill hatte zwar 4,7 Sekunden vor Schluss mit einem spektakulären Dreier den Ausgleich erzielt, vergaß dann aber das Verteidigen.

Kris Jenkins versenkte mit Ablauf der Wurfuhr einen Dreier zum 77:74 für Villanova. Die Sirene ertönte, die Halle wurde zum Tollhaus – der schillernde Schlusspunkt eines ohnehin rauschenden Basketballabends. Das NCAA-Finale gilt als eines der größten Sportereignisse der USA überhaupt.

Auf Twitter weint er noch immer

Am Montag pilgerten 74.340 Zuschauer in das riesige NRG Stadium, sonst Heimat der Houston Texans aus der Football-Profiliga NFL. Einzig 2014 waren in Arlington/Texas noch mehr Fans dabei (79.238). Damals siegte der heutige Alba-Profi Niels Giffey mit Connecticut.

Als North-Carolina-Absolvent ließ sich Jordan dieses Mega-Event natürlich nicht entgehen. Sein Daumendrücken aber half nichts, ihm blieb nur die Anerkennung für Villanovas Jenkins und dessen Husarenstück. „Ein guter Wurf“, lobte der große Meister. Auf Twitter weint er noch immer.