Handball

Der Europameister feiert einen Prestigeerfolg gegen Dänemark

Die Deutschen besiegen Dänemark in Köln mit 33:26 und zeigen sich auf dem Weg nach Olympia in guter Form. Ein Berliner kann überzeugen.

Dänemarks Henrik Toft Hansen (r.) versucht Deutschlands Julius Kühn am Wurf zu hindern

Dänemarks Henrik Toft Hansen (r.) versucht Deutschlands Julius Kühn am Wurf zu hindern

Foto: Marius Becker / dpa

Köln.  Die deutschen Handballer haben Dänemark in Köln deutlich mit 33:26 (17:15) bezwungen und sich in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio in starker Form präsentiert. Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Toren.

Vor 13.122 Zuschauern benötigten die Gastgeber einige Minuten Anlaufzeit. Besonders in der Defensive fehlte es zunächst an notwendiger Aggressivität. Die Folge war ein 4:7-Rückstand (10.). Angetrieben von den Fans steigerte sich das Sigurdsson-Team aber minütlich.

Steffen Fäth und Julius Kühn im Rückraum bekam die dänische Deckung nicht in den Griff, einige trickreiche Anspiele auf Kreisläufer Hendrik Pekeler zeigte die Spielfreude beim Europameister. Tobias Reichmann sorgte mit dem 8:7 bei einem Tempogegenstoß für die Führung (14.). Da auch Andreas Wolff im Tor stärker wurde, gingen die Gastgeber mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

In der Schlussphase in einem Rausch

Nach dem Wechsel löste Silvio Heinevetter Wolff im Tor ab. Der Berliner zeigte einige starke Paraden, das deutsche Angriffsspiel blieb zudem weiterhin variantenreich. Gensheimer drehte nun richtig auf, Pekeler sorgte zudem für die erste Vier-Tore-Führung (21:17/36.).

Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen und verkürzten auf 23:25 (46.). Abgeklärt und nervenstark ließen sich die deutschen Handballer den Sieg aber nicht mehr nehmen und spielten sich in der Schlussphase sogar in einen Rausch.

Das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson ist bereits am Sonntag (15.30 Uhr/ZDF) in Gummersbach gegen Österreich erneut gefordert.