Sport

Hallenstreit mit Handballern eskaliert

Bob Hanning hielt seinen Frust nicht zurück. „Das ist für unsere Fans und Sponsoren nicht hinnehmbar. Ich bin bedient“, sagte der verärgerte Vizepräsident Leistungssport des Deutschen Handballbundes (DHB). Jugendteams und Sponsoren können die extra für Freitag geplanten Reisen nicht wahrnehmen, beklagte sich Hanning: „Der Image-Schaden ist sehr groß.“ Der Geschäftsführer der Füchse Berlin sprach über den Fauxpas der Doppelbelegung der Kölner Lanxess Arena am Freitagabend. Der Handball-Europameister muss nämlich sein Länderspiel gegen Dänemark auf Sonnabend (15:45 Uhr/Sport1) verlegen, weil die Kölner Haie im zweiten Play-off-Halbfinalspiel am Freitag (19:30 Uhr) auf München treffen. Die Verantwortlichen entschuldigten sich zwar bei DHB und dänischem Verband. Hanning gab sich aber unversöhnlich: „Für mich kommt Köln bei der Heim-WM 2019 nicht als Spielort in Frage. Vielleicht fällt den Hallen-Betreibern kurzfristig ein, dass sie Tischtennis-Platten aufstellen müssen.“ Gegen Dänemark zählen mit Silvio Heinevetter, Fabian Wiede und dem nachnominierten Paul Drux auch drei Füchse-Spieler zum Kader.