Boxen

Rauflustiger Tyson Fury: „Ich beende die Klitschko-Ära“

Der Weltmeister will Wladimir Klitschko beim Rückkampf in Rente schicken und hat für den Ukrainer schon Ratschläge für die Zukunft.

25 Siege in 25 Profi-Kämpfen. Der bisher unbesiegte Fury will Klitschko seine Grenzen aufzeigen

25 Siege in 25 Profi-Kämpfen. Der bisher unbesiegte Fury will Klitschko seine Grenzen aufzeigen

Foto: Andrew Couldridge / REUTERS

Berlin.  – Box-Weltmeister Tyson Fury (27) hat mit seinen Aussagen wieder mal für Aufsehen gesorgt. Im Gespräch mit der „Sport Bild“ gab der kampflustige Brite zu verstehen, dass er die Karriere von Wladimir Klitschko (39) beenden will. „Ich schlage Klitschko wieder. Dann ist er am Ende! Aus und vorbei.“

Fury hatte den Ukrainer am 28. November 2015 in Düsseldorf überraschend nach Punkten besiegt und hält seitdem die Weltmeistergürtel der Verbände WBA, WBO und IBO . Wladimir Klitschko hatte aber schon vor dem Kampf Böses geahnt.

„Niederlagen gehören dazu“, meinte der Ukrainer nach dem ersten verlorenen Kampf nach mehr als elf Jahren und hatte sich in seinen Vertrag sicherheitshalber eine Option für einen Rückkampf schreiben lassen.

Den Rückkampf empfand Fury wohl auch lukrativer als eine Pflichtverteidigung seines IBF- Gürtels. Statt gegen den an Nummer eins geführten Ukrainer Wjatscheslaw Glaskow zu verteidigen, entschied sich Fury für die anstehende Revanche gegen Klitschko. Daraufhin entzog die International Boxing Federation (IBF) dem Schwergewichts-Profi den Gürtel.

„Klitschko sollte Politiker oder Filmstar werden“

Klitschko hat mittlerweile seine Fehler analysiert und aus ihnen gelernt . Jetzt blickt er in Richtung Rückkampf. Wo die mit Spannung erwartete Revanche stattfindet ist noch nicht klar. „Weder Ort noch Termin stehen fest, der Kampf aber kommt“, sagte der Schwergewichtler. „Man hört viel von meinem ‚Freund’ Tyson Fury. Er aber wird gegen mich antreten müssen - nur gegen mich.“

Der 27-Jährige Fury freut sich auf den Rückkampf und geht sogar noch weiter: „Er kann sich noch einmal mit einer guten Vorstellung von seinen Fans verabschieden. Ich beende die Klitschko-Ära.“

Der im Profibereich bisher ungeschlagene Brite hat auch schon Vorschläge für Klitschkos Zukunft: „Vielleicht wird er Politiker wie sein Bruder oder ein Filmstar in Hollywood mit seiner Frau.“

„Ich habe viel Bier getrunken“

Als sein Erfolgsrezept bezeichnet Fury seine Furchtlosigkeit gegen Klitschko. „Jeder behandelt Klitschko, als wäre er ein Übermensch – ich nicht“, sagte er: „Die meisten Gegner haben in ihrem Kopf schon verloren, bevor der Kampf losgeht. Für mich ist er einfach nur ein Mann mit Boxhandschuhen. Kein Roboter, keine Maschine. Einfach Mann gegen Mann.“

Er selbst habe sich in den vergangenen elf Wochen entspannt. „Ich habe viel Bier getrunken und dabei vielleicht zehn Kilogramm zugenommen“, meinte er. Die seien im Training aber schnell wieder runter.

Der Brite schafft es auch außerhalb des Ringes immer wieder für Schlagzeilen zu sorgen. Aufgrund von frauenfeindlichen und homophoben Äußerungen ermittelte die Polizei aus Manchester gegen ihn.

„Der beste Ort für eine Frau ist in der Küche und auf dem Rücken“ machte der Brite sein Verständnis zur Rolle der Frau in der Gesellschaft klar. Er persönlich findet die Aussagen seien „aufgebauscht und verdreht“ worden. „Das ist viel Müll.“ Er sei strenggläubig. „Wenn ich unterschiedliche Ansichten habe, heißt das nicht, dass ich andere hasse.“ Die Ermittlungen wurden mittlerweile eingestellt.