Frankfurt/Main –

Fernsehrechte: Fußball-Sonnabend bleibt bestehen

Frankfurt/Main.  Im Milliardenpoker um die TV-Rechte bleibt der traditionelle Fußball-Vorabend am Sonnabend offenbar unangetastet. Laut „Kicker“ hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Absprache mit den Wettbewerbshütern vom Bundeskartellamt von einer Beschneidung des Free-TV-Angebots Abstand genommen – in den deutschen Wohnzimmern soll auch künftig 90 Minuten lang frei empfangbarer Bundesliga-Fußball laufen. Die Frage ist nur: Wo?

Neben der ARD wird aller Voraussicht nach auch RTL in den Bieterwettstreit einsteigen. Auch vom US-Medienriesen Discovery, der in Deutschland mit dem Sender Eurosport vertreten ist, ist die Rede. Für die DFL kann der Wettbewerb eigentlich nur Vorteile haben.

Für das offizielle Ziel „Eine Milliarde plus x“ für die Gesamtvermarktung (In- und Ausland) müssten für die Rechte ab der Saison 2017/18 bis zur Spielzeit 2020/21 auch die Einnahmen aus dem Free-TV-Bereich steigen. Von den 673 Millionen Euro, die in der kommenden Saison für die nationalen TV-Rechte an die Klubs fließen, zahlt die ARD dem Vernehmen nach rund 100 Millionen - im neuen TV-Deal sollten es mindestens 30 Millionen Euro mehr pro Jahr sein.

Zuletzt war berichtet worden, die DFL wolle alternativ zum traditionellen Sonnabendabend ein Rechtepaket für die zusammenfassende Berichterstattung über 45 Minuten ausschreiben, um im Gegenzug den Rechteinhabern auf dem Pay-TV-Markt mehr Exklusivität zu verschaffen. Im Pay-TV-Bereich zeichnet sich derweil ein Duell zwischen Sky und der Telekom ab. Mit Amazon und/oder Discovery könnten aber noch weitere Big Player einsteigen. Bis zur EM 2016 in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) sollen die TV-Rechte vergeben werden.