Niederlage bei den Zebras

Union verliert überraschend 1:2 beim MSV Duisburg

| Lesedauer: 2 Minuten
Duisburgs Feltscher und Kreilach im Zweikampf

Duisburgs Feltscher und Kreilach im Zweikampf

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Die Eisernen haben in Duisburg eine unerwartete Auswärtspleite kassiert. Nach dem Führungstor durch Wood schafften die Zebras die Wende.

Es ist ein schon wahrlich erlesener Kreis, zu dem sich der 1. FC Union zählen darf. Berlins Fußball-Zweitligist in einer Reihe mit Paderborn und Sandhausen – schließlich darf nicht jeder Klub von sich behaupten, dem bislang so trostlos dahin dümpelnden MSV Duisburg mit drei Punkten eine Winzigkeit mehr Hoffnung im schier aussichtslosen Kampf um den Klassenerhalt gegeben zu haben. Ilja Grujew, der Trainer beim abgeschlagenen Tabellenletzten, frohlockte: „Wir haben nie aufgegeben und sind jetzt drei Spiele ungeschlagen.“ Dank der Unioner, die 1:2 (0:0) an der Wedau verloren.

„Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft und hatten ein deutliches Chancenplus. Nach unserer Führung haben wir das Fußballspielen eingestellt. Die Niederlage ist besonders ärgerlich, weil wir vier, fünf große Torchancen vergaben“, monierte Stürmer Sören Brandy. Damir Kreilach (3., 10., 42.) und Christopher Trimmel (19., Schuss an die Latte) vergaben beste Möglichkeiten.

Und als die Duisburger, die vor der Pause kaum nachweisen konnten, wirklich in der Liga bleiben zu wollen, nach dem Wechsel mit mehr Elan spielten, war es ein Elfmeter, den Union zur Führung nutzte. Rolf Feltscher hatte Christopher Quiring, der erneut eine Chance von Beginn an erhielt, im Strafraum gefoult, Bobby Wood nutzte den Strafstoß zu seinem 13. Saisontreffer (61.). Ein Tor mit fataler Wirkung.

„Wir müssen das einfach mal auswärts über die Bühne bringen. Aber das gelingt uns derzeit nicht. Nach dem Doppelschlag von Duisburg sind wir nicht mehr zurückgekommen“, ärgerte sich Union-Kapitän Benjamin Kessel. Die Tore, die die Köpenicker vor 12.702 Zuschauern kassierten, waren jedoch durchaus sehenswert. Die Entstehungsweisen warfen hingegen schon die Frage auf, wer um den Klassenerhalt kämpft und wer im vermeintlich gesicherten Mittelfeld steht.

Vor dem Ausgleich wird Feltscher völlig freistehend im Strafraum angespielt, sein Pass nutzt MSV-Stürmer Stanislav Iljutcenko nach missglückter Annahme und gescheiterter Abwehr von Emanuel Pogatetz zu einem Fallrückzieher aus fünf Metern (65.). Beim 1:2 düpierte Torschütze Nico Klotz zunächst per Doppelpass mit Victor Obinna die Union-Defensive, ehe er den Ball über Torwart Jakob Busk ins obere rechte Eck hob (70.). „Wir waren nicht konsequent genug“, bemängelte Union-Trainer André Hofschneider auch die Chancenverwertung. Von einer Mannschaft, die gut genug aufgestellt ist, um die zahlreichen Ausfälle der vergangenen Wochen zu verkraften, war in Duisburg spätestens nach der Führung allerdings nichts mehr zu sehen.

( BM )