Hannover –

Hannovers Coach Schaaf denkt schon an Ex-Klub Werder

Hannover.  Nach der 0:4-Heimklatsche im Niedersachsenderby gegen den VfL Wolfsburg sind die Nerven bei Hannover 96 zunehmend angespannt – der Ton beim Tabellenletzten wird rauer. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit unterirdisch präsentiert“, polterte Nationaltorwart Ron-Robert Zieler, der von einer „brutalen Niederlage“ sprach. Man könne gegen Wolfsburg verlieren, „aber die Art und Weise war nicht okay“. Das Team müsse sich „eigentlich bei den Fans entschuldigen“.

Während die Spieler nach der zehnten Heim-Niederlage in dieser Saison (Klub-Rekord) ihrem Frust freien Lauf ließen, bewahrte nur Trainer Thomas Schaaf seine stoische Ruhe. „Es geht weiter“, sagte er nach der sechsten Niederlage im siebten Spiel unter seiner Regie. Bei seinem Ex-Klub Werder Bremen werde er mit Hannover am Sonnabend versuchen, das „Optimalste zu schaffen“. Bis 2013 war Schaaf als Spieler und Trainer 25 Jahre für Werder tätig. Bremen steckt als Tabellen-16. ebenfalls tief im Abstiegskampf.

Von Gefühlsduselei will Schaaf vor seiner Rückkehr in die alte Heimat nichts wissen. „Ich fahre dahin, um meine Aufgaben zu erledigen“, sagte der Übungsleiter, „das erwartet doch jeder von mir.“