Motorsport

Der neue Mercedes macht die Formel 1 wieder lauter

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Foto: Daimler

Nicht nur die Motoren dröhnen lauter beim dominanten Team der Formel Eins. Auch die beiden Piloten drehen auf – und tönen gegen Vettel.

Barcelona.  Im Gegensatz zu Ferraris pompöser Internetshow hat Mercedes sein neues Auto für die Formel-1-Saison 2016 einfach nur beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter vorgestellt.

Weltmeister Lewis Hamilton und der WM-Zweite Nico Rosberg hatten aber bereits am Freitag in Silverstone erste Runden gedreht mit dem Auto, das dem Vorjahresmodell auf den ersten Blick sehr ähnelt.

Ab Montag stehen dann die ersten offizielle Tests in Barcelona an, die zweite Testwoche beginnt am 1. März, die Saison startet dann am 20. März in Melbourne (Australien).

Kein Schalldämpfer mehr im Auspuff

In Sachen Akustik hat sich bei dem neuen Silberpfeil mit der Bezeichnung W07 einiges geändert. Seit dem Beginn der Hybrid-Ära 2014 hatte die Lautstärke deutlich abgenommen, was von den Zuschauern vor Ort und am Fernsehschirm mehrheitlich kritisiert worden war.

Diese Reduzierung der Lautstärke hat an einer Art Schalldämpfer im Auspuff gelegen. Dieses Teil sei entfernt worden, ließ der für den Antrieb zuständige Geschäftsführer Andy Cowell wissen, „so dass wir ein schönes, sauberes Rohr ohne schalldämpfende Momente haben. Das sollte die Lautstärke der Power-Unit erhöhen“.

Cowell bestätigte auch, dass alle Mercedes-Kundenteams (Williams, Force India und Manor) in diesem Jahr mit denselben Motoren ausgerüstet werden. „All unsere Kunden erhalten ein verbessertes Paket, das exakt dieselbe Spezifikation wie die des Werksteams beinhaltet“, sagte der Brite: „Das ist ein guter Schritt für alle.“

Rosbergs Allianz mit dem Stallrivalen gegen Ferrari

Nico Rosberg berichtete über seine Allianz mit Titelverteidiger und Stallrivale Lewis Hamilton. „Momentan arbeiten wir natürlich zusammen, weil es in unser beider Interesse ist, dass das Auto so gut wie möglich ist“, versicherte Rosberg dem englischen TV-Sender Sky.

„Wir müssen sicherstellen, dass es keine andere Konkurrenz gibt und es nur um eine Entscheidung zwischen uns beiden geht.“

Vereint wehrten sich die beiden Mercedes-Fahrer auch gegen Sebastian Vettels jüngste Kritik. Der Ferrari-Star hatte auf seiner Internetseite gesagt, dass die jüngste Mercedes-Dominanz habe der Formel 1 viel an Spannung genommen.

„Bis ich auf seine Stufe komme, habe ich nicht so sehr für Langeweile gesorgt wie er“, konterte Hamilton Vettels Aussagen, der zwischen 2010 und 2013 insgesamt sogar vier Mal in Serie die WM gewonnen hatte. „Es wäre schön, uns ein bisschen mehr Respekt für unsere Leistungen zu erweisen“, mahnte Rosberg seinen Landsmann.