Europa League

Schalke und Augsburg mit Nullnummern, Leverkusen siegt

Durch das Remis gegen Donezk hat Schalke im Rückspiel gute Chancen aufs Weiterkommen. Augsburg mit Achtungserfolg gegen Liverpool.

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl (l) und Liverpools  Jürgen Klopp fanden Zeit für ein Schwätzchen

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl (l) und Liverpools Jürgen Klopp fanden Zeit für ein Schwätzchen

Foto: Andreas Gebert / dpa

Beste Torchancen, aber eine bessere Ausgangsposition leichtfertig vergeben: Der FC Schalke 04 muss um den Achtelfinaleinzug in der Europa League bangen. Die Königsblauen mussten sich am Donnerstag mit einem 0:0 bei Schachtjor Donezk begnügen. Damit benötigt der Bundesliga-Fünfte im Zwischenrunden-Rückspiel in einer Woche vor heimischer Kulisse einen Sieg, soll die Europacup-Tour nicht schon an der ersten Hürde im Jahr 2016 beendet sein.

Die Schalker hätten es sich einfacher machen können, wären sie nicht so fahrlässig mit ihren Torchancen umgegangen. Nicht einmal einen indirekten Freistoß aus fünf Metern Entfernung konnten die Gäste im Tor unterbringen (76.). Dazu machte Schachtjor-Keeper Andrej Pjatow weitere gute Gelegenheiten zunichte. Die Gastgeber beendeten dabei nach einer Gelb-Roten Karte für Aleksander Kucher das Spiel in Unterzahl (86.).

Kaum spielerische Höhepunkte in Augsburg

Für den ehemaligen Dortmunder Meistertrainer Klopp war die Rückkehr nach Deutschland wenig glanzvoll. Der 48-Jährige sah eine müde Nullnummer seiner großen Reds bein kleinen FCA, hat aber dennoch beste Aussichten, das Achtelfinale zu erreichen. Sein Team kontrollierte in einer umkämpften, spielerisch aber höhepunktarmen Partie weitgehend das Geschehen.

Glanzpunkte setzten Emre Can, Roberto Firmino und Co. jedoch zu selten, auch wenn Liverpool nach der Pause aktiver wurde. Augsburg trat im größten Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte sehr engagiert auf. In der Offensive fehlten jedoch der Mut und die Klasse - auch weil Top-Torjäger Raul Bobadilla verletzt früh ausgewechselt werden musste.

Bellarabi-Treffer reicht Bayer bei Sporting Lissabon

Leverkusen rehabilitierte sich eine Woche nach dem bitteren Aus im DFB-Pokal beim portugiesischen Tabellenführer in Lissabon mit einer starken Leistung und wahrte seinen Traum vom ersten Titel seit 1993. Nationalspieler Karim Bellarabi gelang in der 26. Minute der Siegtreffer für die Gäste. Die Werkself spielte ab der 74. Minute in Überzahl, nachdem Ruben Semedo wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

Im mit nur 26.201 Zuschauern spärlich gefüllten Estádio José Alvalade hatte Bayer vom Start weg mehr vom Spiel, konnte allerdings zunächst keine großartigen Torchancen verbuchen. Ohne seinen angeschlagenen Torjäger Javier „Chicharito“ Hernandez und den gesperrten Kevin Kampl verpufften die Offensivaktionen des Bundesligadritten zunächst frühzeitig. Zwei harmlose Weitschüsse in der Anfangsphase von Youngster Julian Brandt und Routinier Stefan Kießling, der sein 400. Pflichtspiel für Bayer bestritt, waren noch die auffälligsten Szenen vor dem 1:0.