Berlin –

Radlegende Merckx fordert Berufsverbot bei Motordoping

Berlin. Der verbotene Elektromotor im Rahmen des Cross-Rads der Belgierin Femke Van Den Driessche (19) ist nun auch bei der Ladies Tour of Qatar ein Thema. Die fünfmalige Weltmeisterin Trixi Worrack prangerte an, „Motordoping“ sei genauso verwerflich wie Blutdoping. „Wenn man so einen Motor jetzt bei einer Frau entdeckt hat, dann heißt das, dass das unter den Männern schon früher im Umlauf gewesen sein muss. Man hat nur nichts gefunden“, sagte Worrack in Doha.

Zumal die „Gazzetta dello Sport“ über einen Mechanik-Experten berichtete, der angeblich schon über 1200 Räder mit Equipment für zusätzliche 60 Watt in der Hinterrradfelge verkauft hat. „Das genügt, um einen durchschnittlichen Radprofi in Superman zu verwandeln“, hieß es in Italiens Sportzeitung.

Im U23-Rennen der Frauen bei der Cross-WM in Zolder hatten Kontrolleure Ende Januar erstmals bei Titelkämpfen eine Starterin der verbotenen Nutzung eines Hilfsmotors überführt. Der Weltverband UCI bestraft das seit vorigem Jahr mit sofortiger Disqualifikation, einer anschließenden Sperre von mindestens sechs Monaten und Strafzahlungen. Um das Problem in den Griff zu bekommen, forderte Radsportlegende Eddy Merckx, nun sogar lebenslange Sperren für erwischte „Motordoper“.