Düsseldorf –

Zwanziger siegt gegen Katar und klagt gegen ARD

Düsseldorf.  Mit dem Punktsieg in der Tasche zog Theo Zwanziger sofort in den nächsten Rechtsstreit. Nachdem das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag festgestellt hatte, dass er Katar wohl weiterhin ungestraft als „Krebsgeschwür des Fußballs“ bezeichnen darf, kündigte der ehemalige DFB-Präsident seinerseits eine Klage gegen die ARD an. Sein Kampf an allen juristischen Fronten geht weiter.

„Sie glauben doch nicht, dass ich mir gefallen lasse, dass vor sechs Millionen Zuschauern behauptet wird, ich hätte den Aufsichtsrat des WM-OK 2006 getäuscht!“, rief Zwanziger, der sich zuvor vor der 6. Kammer des Landgerichts bereits in Rage geredet hatte. Der Jurist sieht sich durch eine vermeintlich falsche Tatsachenbehauptung in einer Tagesschau-Sendung geschädigt. „Das wird ein Nachspiel haben“, sagte er in gewohnter Kampfeslust. „Dort wurden Vermutungen anderer Medien in den Rang einer Tatsache erhoben. Daran werden sie sich messen lassen müssen! Das müssen sie jetzt beweisen.“

Die ARD sieht die Ankündigung gelassen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Klage von Erfolg gekrönt wäre. Ich würde Herrn Zwanziger raten, nicht alles um sich herum zu verklagen“, sagte Sportchef Axel Balkausky. „Unsere Texte sind alle abgenommen, wir arbeiten journalistisch sehr sorgfältig.“