Sport

Mittermaier fürchtet Tod von Olympia

Kurz vor dem 40. Jahrestag ihres ersten von zwei Olympiasiegen 1976 in Innsbruck fürchtet Rosi Mittermaier (65) den „Tod der Olympischen Spiele“. Im Interview mit der Deutschen Sporthilfe (www.hall-of-fame-sport.de) kritisierte die ehemalige Weltklasse-Skirennläuferin auch das Internationale Olympische Komitee (IOC). „Sport kann für viele Dinge ein Ventil sein. Viele Leute erkennen das heute aber nicht mehr, weil nur noch auf die Finanzen und Top-Platzierungen geachtet wird. Da muss ich auch das IOC anprangern. Die Vergabe der Winterspiele an Orte wie Sotschi, Pyeongchang oder Peking zum Beispiel, das ist schrecklich“, sagte Mittermaier. Ihrer Meinung nach sollten bei Olympischen Spielen „Werte, Nachhaltigkeit und Fairplay im Mittelpunkt stehen und nicht das Geld und die Medaillen“, sagte Mittermaier und kritisierte die Fixierung auf Medaillen und Profit: „Dann denke ich mir: Wo ist der Sport hingekommen? Ich glaube, das war zu meiner Zeit noch nicht so krass. Wenn das in der Art weitergeht, wenn Werte im Sport nichts mehr zählen, ist das der Tod für die Olympischen Spiele.“