Bratislava –

Savchenko will bei EM erste Medaille mit Massot holen

Bratislava.  Hinten anstellen ist nichts für das neue deutsch-französische Toppaar Aljona Savchenko und Bruno Massot. „Wir werden uns auf unsere Programme fokussieren, und wenn unsere Elemente ohne Fehler sind, ist eine Medaille und auch der erste Platz möglich“, sagt der Franzose vor den Europameisterschaften von Mittwoch an in Bratislava. Nach 18-monatiger Sperre wegen des Verbandswechsels und 30.000 Euro Ablöse für Massots Freigabe wollen sie sich sofort oben einreihen. „Einen Podiumsplatz sollten sie schon erreichen“, fordert auch Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU). Sie sieht die Fortschritte des Nachfolgers von Robin Szolkowy an der Seite der fünfmaligen Weltmeisterin, der für Olympia bereits einen deutschen Pass beantragt hat: „Ich traue denen was zu, denn Bruno ist auf dem Weg, sich an das Niveau von Aljona heranzuarbeiten.“ Besonders mit ihren hohen Würfen wollen sie die Preisrichter beeindrucken.

Und auch die Olympiasieger Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow, die ähnlich ungefährdet bei den russischen Meisterschaften in Jekaterinburg triumphierten, sehen Savchenko/Massot als ernsthafte Konkurrenz an. Trankow: „Aljona ist eine der besten Paarläuferinnen der Welt. Wenn es ihr gelingt, ihren neuen Partner auf ihr Niveau zu bringen, wird das ein interessantes Paar.“

Nach einem medaillenlosen nach-olympischen Winter hofft man beim Verband, dass das neue Paar wenigstens ansatzweise an die Erfolge der Savchenkos mit Robin Szolkowy anknüpfen kann. Die damaligen Chemnitzer wurden nicht nur fünfmal Weltmeister, sie gewannen auch zwei olympische Bronzemedaillen. DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf sieht den Titelkämpfen in Bratislava optimistisch entgegen: „Die beiden haben 18 Monate lang nur trainiert. Daran gemessen, ist die Entwicklung ausgezeichnet, eine EM-Medaille ist durchaus drin.“