Tennis

Anna-Lena Friedsams Schmerzensschreie in Melbourne

Was für ein dramatisches Match: Die deutsche Tennis-Meisterin verlor trotz 5:2-Führung im dritten Satz – weil ihr Körper streikte.

Anna-Lena Friedsam hatte am Ende des Matches gegen die Polin Agnieszka Radwanska starke Krämpfe

Anna-Lena Friedsam hatte am Ende des Matches gegen die Polin Agnieszka Radwanska starke Krämpfe

Foto: Mast Irham / dpa

Melbourne.  Anna-Lena Friedsam hat das Viertelfinale bei den Australian Open knapp verpasst. Die deutsche Tennis-Meisterin verlor in Melbourne gegen die Weltranglisten-Vierte Agnieszka Rad­wanska aus Polen 7:6 (8:6), 1:6, 5:7. Dabei wurde die 21-Jährige gegen Ende der Partie von Krämpfen gestoppt. Auch deshalb musste sich Friedsam nach 2:32 Stunden geschlagen geben.

„Ich wurde ein bisschen panisch, weil ich noch nie Krämpfe hatte“, erzählte Friedsam. 5:2 hatte sie im dritten Satz bereits geführt. Bei einer medizinischen Auszeit nach neun Spielen wurde ihr zunächst ein Verband am Oberschenkel angelegt und Salz gereicht.

„Es war wirklich eine außergewöhnliche Situation“

In der Schlussphase konnte sich Friedsam kaum mehr bewegen. Sie servierte quasi aus dem Stand – und schrie vor Schmerzen mehrfach auf. Weil sie nicht schnell genug aufschlug, bekam sie zudem zwei Strafpunkte verpasst und lag plötzlich mit 5:6 in Rückstand. „Es war wirklich eine außergewöhnliche Situation“, sagte Friedsam.

An diesem Montag um 1 Uhr deutscher Zeit trafen in einem weiteren Achtelfinale Angelique Kerber und Annika Beck aufeinander. Damit wird auf jeden Fall eine deutsche Spielerin beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison im Viertelfinale stehen. Letztmals war das Andrea Petkovic 2011 gelungen.