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Hoeneß erpresst und ausspioniert

Uli Hoeneß, Ex-Präsident von Bayern München, muss in der Haft ein Martyrium erlebt haben. Das geht aus dem Beschluss des Landgerichts Augsburg zu seiner vorzeitigen Entlassung hervor, aus dem das Nachrichtenmagazin „Focus“ zitiert. Hoeneß sei demnach verleumdet, erpresst und ausspioniert worden. Ein Fall von Erpressung ist öffentlich geworden, der Täter verurteilt. Hoeneß, der nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung am 29. Februar nach nur der Hälfte der vorgesehenen Haftzeit von dreieinhalb Jahren auf freien Fuß kommen soll, habe in der Haft unter den psychischen Belastungen gelitten, heißt es weiter. Von „totaler medialer Beobachtung“ ist die Rede, außerdem habe er sich nie vor „massiven Nachstellungen oder öffentlichen Bloßstellungen“ sicher sein können. Dennoch sei der 64-Jährige ein vorbildlicher Häftling gewesen. Gegenüber Bediensteten und Mitgefangenen sei er stets respektvoll aufgetreten, überdies kameradschaftlich und hilfsbereit gewesen. Nie habe er Allüren gezeigt.