Sport

Hörmann kritisiert IAAF und Digel hart

Alfons Hörmann hat sich entsetzt über den Doping-Skandal sowie die Korruptionsfälle im Leichtathletik-Weltverband IAAF geäußert und dabei den ehemaligen deutschen Spitzenfunktionär Helmut Digel nicht ausgelassen. „Es ist schockierend, unverständlich und in jeder Hinsicht inakzeptabel, was im Bereich der Leichtathletik Tag für Tag an neuen Nachrichten kommt“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im ZDF-Sportstudio. Der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack habe seine kriminelle „Schattenregierung“ nur etablieren können, „wenn andere dieses Spiel mitmachen“. Hörmann kritisierte in dem Zusammenhang die Rolle des langjährigen Councilmitglieds Digel. „Wo war unser Vertreter in diesem Verband, der zwei Jahrzehnte neben dem Präsidenten – in diesem Fall muss man ja sagen: dem Verbrecher – sitzt?“, fragte er. Digel hatte erklärt, er habe vom Treiben seines korrupten Präsidenten „nichts gewusst“. Vor wenigen Wochen, sagte Hörmann, habe er noch gedacht: „Schlimmer als in der Fifa geht’s nimmer. Aber die Leichtathletik bekommt’s hin.“ Dass auch vergangene Vergaben von Großereignissen geprüft werden, überrascht Hörmann nicht. Er hält sogar Unregelmäßigkeiten im Zuge der Berliner Bewerbung um die Leichtathletik-WM 2009 für denkbar.