Frankfurt/Main

Englands Millionen bringen Markt in Aufruhr

Hertha will Sinan Kurt und ManCity Leroy Sané: Für Sané wollen die Scheichs offenbar 55 Millionen Euro überweisen.

Frankfurt/Main. Diese Zahlen machen schwindelig: 57 Millionen Euro für Pierre-Emerick Aubameyang, 55 für Leroy Sané, 30 für Ilkay Gündogan, und jeweils 15 für Christoph Kramer und Granit Xhaka. Wenn sich die Bundesliga-Manager bis zum Schluss des Winter-Transfer-Fensters am 1. Februar nicht Augen und Ohren zuhalten, ist die „Weltmeister-Liga“ zu Beginn der Rückrunde um einige Stars ärmer. Ins Reich der Fabeln sind die Transfergerüchte spätestens seit dem Rekord-Wechsel von Kevin De Bruyne nicht mehr zu verweisen. Ende August zahlte Manchester City 75 Millionen Euro für den Belgier im Dienste des VfL Wolfsburg – bislang Rekord für einen Bundesligaspieler.

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Die Citizens könnten auch dafür sorgen, dass es einen neuen Transferrekord für einen deutschen Spieler gibt. Laut „Bild“-Zeitung wollen die Scheichs in Manchesters Chefetage 55 Millionen Euro für Nationalspieler Leroy Sané überweisen. Sollten die Königsblauen tatsächlich ein Angebot in dieser Höhe erhalten, dürfte das Wort von Noch-Manager Horst Heldt („Selbst ManCity hat nicht genug Geld, um Leroy zu kaufen“) keine Gültigkeit mehr besitzen. Sané würde Mesut Özil ablösen. Für den Weltmeister zahlte der FC Arsenal vor zweieinhalb Jahren 50 Millionen Euro an Real Madrid. Und obwohl Özil derzeit beim Spitzenreiter der Premier League herausragt, soll BVB-Torjäger Aubameyang den Gunners noch sieben Millionen Euro mehr wert sein.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke steckte vorsorglich schon mal die Verhandlungsparameter ab. „Zunächst einmal hat er einen Vertrag bis Ende Juni 2020“, sagte der 56-Jährige - um gleichzeitig aber klar zu machen, dass niemand unverkäuflich ist. Auch nicht der Gabuner, der in der Hinrunde 18 Tore erzielt hat.

„Man darf nie den Fehler machen, zu glauben, dass ein Verein wie der BVB von einem Spieler abhängig ist. Wir sind von keinem abhängig“, sagte Watzke: „Als Robert Lewandowski gegangen ist, haben wir auch einen gefunden - und der hat jetzt sogar drei Tore mehr als Lewi auf dem Konto. Wir sind mittlerweile so gut aufgestellt, dass wir immer wieder Ersatzlösungen anbieten können.“

Das gilt sicher auch mit Blick auf Ilkay Gündogan. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat zuletzt seine Bemühungen um den Nationalspieler intensiviert. Laut eines Berichts der Gazzetta dello Sport ist Juve bereit, 30 Millionen Euro für den 25 Jahre alten Mittelfeldspieler zu zahlen.

Schließlich gilt Gündogan als Wunschspieler von Trainer Massimiliano Allegri. Doch auch andere europäische Top-Klubs sollen an Gündogan dran sein. Dazu gehört - wie sollte es anders sein - Manchester City mit seinem designierten neuen Trainer Pep Guardiola.

Neben Juve hat auch der SSC Neapel seine Fühler über die Alpen ausgestreckt. Laut des Corriere dello Sport stünden 15 Millionen Euro für Weltmeister Christoph Kramer von Bayer Leverkusen bereit. Und falls der Transfer nicht klappt, könnte das Geld auch für den Schweizer Granit Xhaka an Borussia Mönchengladbach überwiesen werden. sid