Skispringen

Severin Freund gibt Führung bei Vierschanzentournee ab

Der Skisprung-Weltmeister landete mit Weiten von 133.5 und 132,5 Metern auf Rang Drei. Sieger wurde sein größter Konkurrent.

Severin Freund war nach seinen Sprüngen in Garmisch-Partenkirchen nicht ganz zufrieden

Severin Freund war nach seinen Sprüngen in Garmisch-Partenkirchen nicht ganz zufrieden

Foto: MICHAEL DALDER / REUTERS

Garmisch-Partenkirchen. Severin Freund hat trotz eines starken dritten Platzes beim Neujahrsspringen seine Gesamtführung in der 64. Vierschanzentournee verloren. Der Skisprung-Weltmeister musste sich in Garmisch-Partenkirchen nur Tagessieger Peter Prevc (Slowenien) und dem Norweger Kenneth Gangnes geschlagen geben. Im Rennen um den Goldenen Adler liegt Freund nun 8,6 Punkte hinter Prevc auf Rang zwei.

"Das war mit Abstand mein bester Wettkampf in Garmisch. Wenn wir einer vorher etwas von einem Podestplatz erzählt hätte, hätte ich das sofort unterschrieben", sagte Freund im ZDF: "Damit kann ich sehr gut leben. Jetzt ist Peter der Gejagte."

Freund flog drei Tage nach seinem Triumph in Oberstdorf vor 25.000 begeisterten Fans auf 133,5 und 132,5 m und erhielt 256,8 Zähler. Zum ersten deutschen Sieg in Garmisch seit Sven Hannawald im Jahr 2002 fehlte dennoch viel: Prevc bekam für seine überragenden Sprünge auf 133,5 und 136,0 m stolze 272,7 Zähler.

Hannawald darf aufatmen

In der Gesamtwertung liegt Freund mit 564,0 Zählern hinter Prevc (572,6). Damit darf auch Hannawald aufatmen: Der 41-Jährige bleibt mindestens für ein weiteres Jahr der einzige Skispringer mit Siegen auf allen vier Schanzen.

Zweitbester Deutscher wurde Richard Freitag (Aue), der als sehr guter Sechster sein bestes Garmisch-Ergebnis verbuchte. Stark präsentierte sich auch Andreas Wank (Hinterzarten), der als Elfter seine zweite Top-10-Platzierung der vergangenen zwei Jahre knapp verpasste.

Ebenfalls Weltcup-Punkte sammelten Andreas Wellinger (Ruhpolding), Tournee-Debütant David Siegel (Baiersbronn), Stephan Leyhe (Willingen) und Michael Neumayer (Oberstdorf) auf den Rängen 14, 16, 17 und 29. Nicht in den zweiten Durchgang schafften es Karl Geiger (Oberstdorf/32.), Pius Paschke (Kiefersfelden/33.) und der formschwache Team-Olympiasieger Marinus Kraus (Oberaudorf/47).

Weiter geht es schon am Sonnabend (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) mit der Qualifikation für das Bergisel-Springen in Innsbruck, das Richard Freitag vor einem Jahr überraschend gewonnen hatte.

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