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Im Fifa-Skandal auch Banken im Fokus

Die Strafverfolgungsbehörden in den USA haben den Skandal um Korruption und Betrug im Fußball-Weltverband Fifa mit ihren Festnahmen hoher Funktionäre erst ins Rollen gebracht. Präsident Sepp Blatter ist inzwischen ebenso supendiert wie sein potenzieller Nachfolger Michel Platini. Jetzt verschärfen die US-Ämter offenbar ihre Maßnahmen bei der Aufklärung weiter. Laut der Wirtschaftszeitung „Financial Times“ droht die Justizbehörde Banken mit empfindlichen Geldstrafen, wenn diese nicht alle Transaktionen im Zusammenhang mit der Fifa offenlegen. Im Fokus der Ermittler befinden sich laut dem Blatt momentan die US-Banken JPMorgan, Bank of America und Citigroup, die Schweizer Geldinstitute Crédit Suisse und UBS sowie die britischen Banken HSBC und Standard Chartered. Das Büro der Schweizer Bundesanwaltschaft teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, man habe Informationen über „133 Berichte über angeblich verdächtige Kontobewegungen“ erhalten, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die Vergaben der WM-Endrunden 2018 und 2022 stünden.