Golf

Ryder Cup 2022 in Rom - Bad Saarow geht leer aus

Der Ryder Cup, das populärste Golf-Turnier der Welt, kommt nicht nach Deutschland. Das A-Rosa-Resort in Bad Saarow geht leer aus.

Blick über den Nick Faldo Golfplatz im Golfresort A-ROSA am Scharmützelsee in Bad Saarow (Brandenburg)

Blick über den Nick Faldo Golfplatz im Golfresort A-ROSA am Scharmützelsee in Bad Saarow (Brandenburg)

Foto: ZB

Deutschland ist im Kampf um die Ryder-Cup-Ausrichtung erneut leer ausgegangen. Die besten Golfer aus Europa und den USA werden 2022 nicht im "A-rosa-Resort am Scharmützelsee" im brandenburgischen Bad Saarow, sondern in Rom an den Start gehen. Das gab die Ryder Cup Limited am Montag bekannt. Neben Deutschland gingen auch Österreich und Spanien leer aus.

Für Deutschland war es die zweite Ryder-Cup-Bewerbung. Im Kampf um die Austragung 2018 hatte am Ende der Rivale Frankreich die Nase vorn.

Der Ryder Cup wird alle zwei Jahre im Wechsel in Europa und den USA ausgetragen. Die Premiere fand 1927 statt. Aktuell hat Europa die letzten drei Austragungen gewonnen, allesamt mit dem deutschen Topgolfer Martin Kaymer (Mettmann).

Der Ryder Cup feierte 1927 seine Premiere, seitdem fanden insgesamt 40 Austragungen statt. Die letzten drei Aufeinandertreffen entschieden die Europäer für sich, an allen drei Siegen war auch Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer (Mettmann) beteiligt.

"Natürlich sind wir enttäuscht"

Marco Kaussler, Leiter der Bewerbung RC Deutschland, sagte: "Natürlich sind wir enttäuscht. Das deutsche Gesamtpaket war aus unserer Sicht sehr stark und konkurrenzfähig. Politik, Wirtschaft und Sport standen geschlossen hinter einem Konzept, das alle Voraussetzungen für einen großartigen Ryder Cup 2022 geschaffen hätte. Die Ryder Cup Europe LLP hat sich dennoch für Italien entschieden. Das akzeptieren wir selbstverständlich. Im Sport kann es nur einen Sieger geben. Herzlichen Glückwunsch an Italien."

Claus M. Kobold, Präsident des Deutschen Golf-Verbandes, sagte: "Wir nehmen diese Entscheidung selbstverständlich sportlich und gratulieren unseren Mitbewerbern aus Italien. Ich bin mir sicher, dass es keine Entscheidung gegen Deutschland gewesen sein kann. Unsere Bewerbung war absolut stimmig und hatte viele Stärken.

Dennoch: Die Ryder Cup LLC verspricht sich offenbar mehr von einem Ryder Cup in Rom. Für den DGV ist dieses Kapitel aber längst nicht abgeschlossen. In der Bewerbungsphase, in die ja auch der Solheim Cup fiel, haben wir in vielen Veranstaltungen und Gesprächen eine Basis gelegt, auf der sich der Golfsport in Deutschland positiv weiterentwickeln kann. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen."