Berlin –

Union-Fans greifen nach Diebstählen Polizisten an

Berlin.  Nach dem Auswärtsspiel in Düsseldorf haben Union-Fans Diebstähle begangen, einen Polizisten verletzt und Großeinsätze in Duisburg sowie in Hannover ausgelöst. Nach Angaben der Bundespolizei hatte ein Fan im Duisburger Hauptbahnhof einen Mann bestohlen. Als dieser sein Geld zurückforderte, erhielt er einen Fausthieb. Der Dieb wurde festgenommen. Als er zur Wache gebracht werden sollte, solidarisierten sich andere Berliner mit ihm und griffen die Beamten an. Einer der Polizisten brach nach einem Tritt gegen den Kopf bewusstlos zusammen. „Aufgrund der starken Überzahl der Angreifer mussten die Beamten flüchten“, teilte die Polizei weiter mit. Der Dieb rannte trotz Handfesseln weg, wurde aber später gefasst.

Die Randalierer fuhren mit weiteren Fans mit einem ICE Richtung Berlin. Als der Zug abgefahren war, stellte sich heraus, das unter ihnen Fans waren, die in einem Geschäft im Duisburger Bahnhof zahlreiche Diebstähle mit einem Schaden im dreistelligen Euro-Bereich begangen haben sollen. Im Hauptbahnhof Hannover erwartete später ein Aufgebot von 180 Beamten den ICE. Während ein Teil des Doppelzuges die Fahrt fortsetzte, blieb der zweite Zugteil stehen. „Die Beamten stellten die Personalien aller 272 Fußballreisenden fest“, teilt die Polizei mit. Auf der weiteren Reise nach Berlin, die um 2 Uhr endete, hatten die Fans Polizeibegleitung.