lAUSANNE –

IOC lässt Geldflüsse an Verbände unabhängig prüfen

lAUSANNE.  Angesichts der jüngsten Korruptions- und Dopingskandale hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) alle Sportorganisationen zu Sofortmaßnahmen aufgefordert. Prinzipien der guten Verbandsführung mit transparenten und demokratischen Entscheidungsprozessen sowie einer Finanzprüfung nach internationalen Standards sollten bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden. Dabei wird auch das IOC seine eigene Verbandsführung sowie die Geldflüsse an die Sportverbände, nationale Olympische Komitees und Organisationen von einem unabhängigen Gremium überprüfen lassen.

Als ersten Schritt verabschiedete das IOC-Exekutivkomitee eine Erklärung zu guter Verbandsführung und zum Schutz der sauberen Athleten. Viele Sportorganisationen seien wegen der Skandale in anderen Verbänden um ihren Ruf besorgt, teilte das IOC mit und sprach damit die ausufernden Korruptionsskandale beim Fußball-Weltverband Fifa und die Dopingaffären in der Leichtathletik an. Namentlich wurden Russland und Kenia zu einem stärkeren Kampf gegen Doping aufgefordert. „Es muss ein effizientes System von Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe für alle Athleten aus allen Sportarten gewährleistet werden. Dies ist derzeit nicht der Fall“, teilte das IOC am Donnerstag nach der Sitzung der Exekutive mit.